Städel Blog

Fünf Fragen an Klaus Honnef

Die Präsentation der raumgreifenden Installationen des Lichtkünstlers Adolf Luther (1912–1990) im Städel Garten eröffneten am Donnerstag, 6. Juni 2013, Prof. Klaus Honnef, ehemaliger Ausstellungsleiter des Rheinischen Landesmuseums Bonn und enger Weggefährte des Künstlers, und Dr. Martin Engler, Kurator des Ausstellungsprojekts und Sammlungsleiter Gegenwartskunst am Städel Museum, gemeinsam mit einem aufschlussreichen Gespräch über das Werk Luthers. Auch im Anschluss an die Diskussion stand uns Klaus Honnef noch für den Städel Blog für weitere Fragen zum Werk Luthers zur Verfügung – die Themen: Architektur, Realismus und immer wieder Poesie.

Klaus Honnef im Städel Garten vor dem Werk "Integration Wandlinsen" (1986) von Adolf Luther. Foto: Städel Museum

Der Kunsthistoriker, Medientheoretiker und Bildwissenschaftler Hans Belting legt mit seinem neuen Werk „Faces. Eine Geschichte des Gesichts“ eine Studie vor, die gleichermaßen komplex wie auch anschaulich ist: Das über 300 Seiten starke Buch unternimmt den Versuch, die Geschichte des Gesichts aus den Blickwinkeln eines Kunsthistorikers und Bildwissenschaftlers zu analysieren. Dies gelingt auf faszinierende Weise mithilfe eines großen inhaltlichen Bogens, der den Leser von der Steinzeit bis ins Zeitalter der Massenmedien führt. 

Unser Buchtipp im Juni: Hans Belting "Faces. Eine Geschichte des Gesichts"

Wie wird Licht in der Kunst anschaulich erlebbar und wahrnehmbar? Mit dieser Frage setzte sich der Lichtkünstler Adolf Luther (1912–1990) auseinander und widmete dem Licht sein gesamtes künstlerisches Schaffen. Besucher des Städel Gartens können sich ab Donnerstag, 6. Juni 2013, selbst ein Bild von dieser Lichtkunst machen: Unter dem Titel „Adolf Luther. Architekt als Licht und Spiegelung“ werden insgesamt vier Installationen, entstanden in den 1970er- und 80er-Jahren und von Luther als „Integrationen“ bezeichnet, im Städel Garten gezeigt.

Justierung des Werks "Integration Stehlinsen" im Städel Garten (1990)

Auch aus der Ferne könnt Ihr Euch ab sofort mittels 360 Grad-Aufnahmen im Städel umschauen, über 90 Werke der Sammlung digital entdecken und die „Lucca-Madonna“ von Jan van Eyck online als Gigapixel-Gemälde hautnah erleben – denn das Städel ist jetzt im Google Art Project vertreten. Der Projektstart für das Städel ist Teil des größten Updates des Google Art Projects seit einem Jahr.  

Das Städel ist ab sofort auch digital erkundbar.