Barbara Klemm fotografiert das neue Städel

16.02.2011

1981 portraitierte sie Andy Warhol im Städel Museum mit Rucksack und zusammengefalteten Händen vor Tischbeins weltberühmtem Goethe-Gemälde. Dieses Foto gehört wohl zu den bekanntesten Künstlerportraits der renommierten, in Frankfurt lebenden Fotografin Barbara Klemm. Zum Städel Museum hat Barbara Klemm eine besondere Beziehung. Dieses und viele andere international bekannte Museen waren immer schon ideale Settings für ihre Aufnahmen. In Museen portraitierte sie nicht nur eine Reihe herausragender Künstler, auch den Museumsalltag mit seinen Ausstellungsbesuchern hielt sie in charakteristischen Situationen mit ihrer Kamera fest. Sechs dieser Ausstellungssituationen kommen nun im Rahmen der Übergabe von über 200 Fotografien aus der DZ BANK Kunstsammlung in die Sammlung des Städel Museums.

Barbara Klemm, Weltausstellung Osaka, Japan, 1970.

Für die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, eine der wichtigsten Unterstützerinnen der Städel-Erweiterung, fotografierte Barbara Klemm vor Kurzem die Baustelle der unterirdischen Gartenhallen. Mehrmals war sie mit ihrer Kamera auf dem Gelände unterwegs, um sich den besten Standort für das Foto auszusuchen: Die Fotografin entschied sich schließlich für das Dach der Städelschule, die derzeit eingerüstet ist. Von dort oben hat man einen hervorragenden Blick auf die Baustelle des Neubaus und den Städel-Altbau. Wir freuen uns, dass wir das Foto von Barbara Klemm vor Veröffentlichung in einer Publikation der Hertie-Stiftung exklusiv auf unserem Blog  zeigen können:

Das neue Städel, fotografiert von Barbara Klemm.

Die Fotografin wagt sich auf das Dach des Städel-Altbaus.

Weiter ging es zum nächsten ungewöhnlichen Ort: Vom Dach des Mainflügels des Städel fotografierte Barbara Klemm mit einer Leica und einer analogen Spiegelreflex-Kamera die markante Skyline von Frankfurt. Auf dem abenteuerlichen Weg dorthin entdeckte sie die Bauarbeiter bei der Pause und schoss ganz nebenbei einige Fotos.

Hinter dem Durchbruch in der Wand entdeckt Barbara Klemm die Arbeiter beim Pausieren.

Die Fotografin im Gespräch mit den Bauarbeitern. Auch unser Filmteam für die Videoreihe „Kunst nach 1945“ ist mit dabei.

Barbara Klemm zählt heute zu den prominentesten Chronistinnen der jüngsten deutschen Vergangenheit. Die Fotojournalistin, die als Redaktionsfotografin mehr als 30 Jahre die Bildsprache der Frankfurt Allgemeinen Zeitung geprägt hat, hielt bedeutende historische Momente der Bundesrepublik und der DDR fest.

Barbara Klemm, Leonid Breschnew, Willy Brandt, Bonn, 1973.

Viele ihrer Fotografien haben sich mittlerweile tief in das Bildgedächtnis der Deutschen eingeschrieben und sind zu wichtigen Ikonen der Zeitgeschichte geworden. Dazu zählt zum Beispiel das weltbekannte Foto von Leonid Breschnew und Willy Brandt in Bonn 1973 oder die Rede von Helmut Kohl in Dresden kurz nach dem Mauerfall im Dezember 1989. Die Reportage-Fotografin interessiert sich aber nicht nur für die großen Ereignisse, sondern insbesondere für die scheinbar unaufgeregten Situationen des Alltags, die sie mit Einfühlungsvermögen festhält.

Barbara Klemm beim Filminterview.

Barbara Klemm wurde bei ihrem Besuch im Städel von unserem Filmteam begleitet, denn demnächst werden wir einige Arbeiten der herausragenden Fotografin in der Videoreihe „Kunst nach 1945“ auf unserem Städel-Blog vorstellen.

Gudrun Herz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Jörg Sasses Arbeit „7127“ in der Videoreihe „Kunst nach 1945“

30.11.2010

In unserer Videoreihe stellen wir regelmäßig Werke aus der Sammlung „Kunst nach 1945“ im Städel Museum vor. In diesem Film spricht der Fotograf Jörg Sasse über sein Werk „7127“ aus dem Jahr 2003, über seine Arbeit an und mit seinem Archiv und über das Eigenleben der Werke an der Wand.

Seit den 1970er-Jahren sammelt Jörg Sasse Fotografien, die ihm als Archiv dienen. Dabei ergänzt er Fremdmaterial, etwa aus Nachlässen oder von Flohmärkten, durch eigene Aufnahmen. Dieses umfangreiche Fotoarchiv ist ihm Ideengeber für seine Arbeiten und zugleich Fundus, aus dem er sich frei bedient. Ausgehend von einer einzelnen Fotografie, die gesichtet, ausgewählt und bearbeitet wird, entsteht schließlich ein eigenständiges neues Werk. Im Verfahren der Rekonstruktion verknüpft Sasse sowohl bewährte Prozeduren der Malerei als auch die unbegrenzten Möglichkeiten zeitgemäßer Computerbearbeitung.

Die 2003 entstandene Arbeit „7127“ präsentiert auf den ersten Blick eine Landschaft. Doch Jörg Sasse interessiert sich für das, was dahinter liegt, unter der Oberfläche verborgen ist. In zahlreichen Überarbeitungsschritten betont er die malerische Komponente der Komposition und weist darauf hin, dass der Wald zu grün, die Wasserfläche zu bunt oder die Figuren allzu isoliert in der vorgeblichen Naturlandschaft stehen. Die getarnte Landschaft ist in Wahrheit eine Konstruktion, in der die Fotografie als Bindeglied zwischen der Wirklichkeit und dem autonomen Bild fungiert.

Biografie
Jörg Sasse wurde 1962 in Bad Salzuflen geboren. Von 1982-1988 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, war Meisterschüler von Bernd Becher. Es folgten diverse Lehrtätigkeiten, etwa 1988-1989 an der Kunstakademie Düsseldorf, 1993-1994 an der Merz Akademie in Stuttgart und 2003-2007 an der Universität Duisburg Essen als Professor für Fotografie. Jörg Sasse wurde u. a. mit dem KUNSTKÖLN award und dem Epson Art Photo Award for best class ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf.

Miriam Fuchs, Filmredakteurin, Städel Museum

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Armin Boehms „Untitled (Zhwar Kili)“ in der Videoreihe „Kunst nach 1945“

27.08.2010

Für unsere Videoreihe, in der wir regelmäßig Werke aus der Sammlung „Kunst nach 1945“ vorstellen, haben wir den Maler Armin Boehm befragt. Er spricht über sein Gemälde „Untitled (Zhwar Kili)“ aus dem Jahr 2007, seine Herangehensweise an Bildthemen, den Herstellungsprozess und die Bedeutung von Malerei als besondere Wahrnehmungsfläche.

Boehm setzt sich in seinem Werk mit dem Tafelbild zwischen Abstraktion und Figuration auseinander. Seine meist großformatigen Leinwandbilder, deren Grundlage Fotografien, Erinnerung und Zeichnung gleichermaßen sind, zeigen Landschaften und Orte mit besonderer Bedeutung. Dem Gemälde „Untitled (Zhwar Kili)“, das 2007 entstanden ist, liegt eine nächtliche Satellitenaufnahme eines Terroristenlagers in Afghanistan zugrunde. Für Boehm ist das ein Ort, der eine Bruchstelle markiert, an der der „Zivilisationsvertrag, den man mit der Realität hat“ nicht mehr gilt. Bei dem Schauplatz thematisiert er nicht die gewalttätigen Geschehnisse, sondern akzentuiert den Aspekt des Geheimnisvollen und Undurchschaubaren. Boehm reduziert das Farbspektrum, das in seinen früheren Arbeiten noch breit angelegt war, weitgehend auf gebrochene Farben und präzise angemischte Farbverläufe in Grautönen. Auf der in mehreren Schichten bearbeiteten Bildoberfläche sind einzelne Lichtpunkte über ein Liniennetz miteinander verbunden. In deren Lichtkegeln lassen sich bei näherer Betrachtung geometrische Formen ausmachen, Hinweise auf Gebäude des Camps, die auf geheimnisvolle Weise miteinander in Verbindung zu stehen scheinen. „Malerei“, so Boehm, „ist in der Lage, bestimmte Zwischenzustände, die man mit der Sprache nicht eindeutig benennen kann, einzufangen“.

Biografie

Armin Boehm wurde 1972 in Aachen geboren. Er studierte ab 1995 an der Staatlichen Kunstakademie Münster und bis 2001 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Konrad Klapheck. 1998 erhielt er ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und 2001 ein Stipendium der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf für die „Cité Internationale des Arts“ in Paris. Armin Boehm lebt und arbeitet in Berlin.

Dorothea Apovnik, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Peter Roehrs „Schwarze Tafeln“ in der Videoreihe „Kunst nach 1945“

28.06.2010

In unserer Videoreihe stellen wir Ihnen regelmäßig Werke aus der Sammlung „Kunst nach 1945“ vor. In diesem Video spricht der Sammler und Galerist Paul Maenz über das 1966 entstandene Werk „Schwarze Tafeln“ von Peter Roehr. Maenz verband mit dem Frankfurter Künstler bis zu dessen frühem Tod eine enge Freundschaft, er war ein wichtiger Förderer Peter Roehrs und verwaltet dessen Nachlass. Das Video behandelt die „Schwarzen Tafeln“ und vermittelt zugleich einen Eindruck von der Künstlerpersönlichkeit Roehrs.


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Die „Schwarzen Tafeln“ sind das wichtigste Werk im kurzen, aber äußerst produktiven Schaffen Peter Roehrs. Als der 1944 in Lauenburg geborene Künstler 1968 in Frankfurt im Alter von nur 23 Jahren starb, hinterließ er ein Œuvre von großer Geschlossenheit und erkennbarer Rigidität, auf das sich viele Künstler der 1960er- und 1970er Jahre bezogen. Seine rund 600 Arbeiten verfolgen ausnahmslos die Idee der seriellen Wiederholung: aus gefundenem Alltagsmaterial montierte Roehr (mehr oder weniger) quadratische Collagen oder Assemblagen. So enstand ein erstaunlich kohärentes Konvolut aus Foto-, Text-, Typo-, Objekt-, Ton- und Film-Montagen.

Die „Schwarzen Tafeln“ bilden den Höhepunkt seines Schaffens und markieren einen zentralen und signifikanten Bruch: Mit ihnen verschwindet das fotografische Abbild aus Roehrs Werk. Die „Schwarzen Tafeln“ bestehen aus zehn großformatigen Arbeiten von je 119 x 119 cm, die wiederum jeweils aus je 35 mattschwarzen Täfelchen aus dem Fundus des Schaufensterdekorateurs zusammengesetzt sind. In ihrer formalen und inhaltlichen Radikalität bilden sie eine beeindruckende Reihe „Letzter Bilder“, die nichts abbilden außer ihrer schwarzen Oberfläche.

1966 entstanden, wurden die „Schwarzen Tafeln“ zum ersten Mal 1967 in der Galerie Adam Seide gezeigt. Das Städel präsentierte die Arbeit 40 Jahre nach der Erstpräsentation zum ersten Mal wieder in Frankfurt im Rahmen der Ausstellung „Peter Roehr – Werke aus Frankfurter Sammlungen“ (28. November 2009 bis 7. März 2010), einem Gemeinschaftsprojekt von Städel Museum und MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. In dieser Ausstellung sprachen wir mit Paul Maenz über die „Schwarzen Tafeln“, aber auch über die Künstlerpersönlichkeit Roehr. Nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus im Herbst 2011 wird dieses Hauptwerk von Peter Roehr dauerhaft im Städel gezeigt werden.

Biografie
Peter Roehr wurde 1944 in Lauenburg geboren. Zunächst absolvierte er von 1959 bis 1962 eine Lehre als Leuchtreklame- und Schilderhersteller in Frankfurt. Anschließend besuchte er bis 1965 die Werkkunstschule in Wiesbaden. 1964 lernte er Paul Maenz, den für ihn wichtigsten Galeristen, Förderer und Sammler, kennen. Bereits im Herbst 1966 erfuhr Peter Roehr von seiner Krebserkrankung, der er am 15. August 1968 in Frankfurt erlag.

Dorothea Apovnik, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Günter Fruhtrunks Gemälde „Ohne Titel (FRUH0009)“ in der Videoreihe „Kunst nach 1945“

15.03.2010

Die Sammlungssäle des Städel Museums sind aufgrund der bevor-
stehenden Sanierungsarbeiten bereits ausgeräumt. Somit ist auch das kleine, aber bedeutende Werk „Ohne Titel (FRUH0009)“, entstanden 1963/64, von Günter Fruhtrunk (1923-1982) ins Depot gewandert. Bis die zeitgenössischen Werke aus der Sammlung des Städel Museums 2011 im neu errichteten Erweiterungsbau der Öffentlichkeit präsentiert werden können, werden einige von ihnen in der Videoserie „Kunst nach 1945 im Städel Museum“ vorgestellt. Im aktuellen Video erläutert Sammlungsleiter Dr. Martin Engler die wichtigsten kunsthistorischen Fakten zu Günter Fruhtrunks Werk „Ohne Titel (FRUH0009)“.


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Günter Fruhtrunk gilt als einer der bedeutendsten Künstler der deutschen konkret-konstruktiven Kunst. Das Gemälde vereint die typischen Eigenschaften von Fruhtrunks Werk – verschiedenfarbige, flächig-monochrome Balken, kaum erkennbarer Pinselduktus, stark kontrastierende Farben und starke Strukturierungen des Bildes durch Horizontalen, Vertikalen sowie Diagonalen. Das Werk „Ohne Titel (FRUH0009)“, das vergangenes Jahr mit Hilfe des „Städelkomitee 21. Jahrhundert“ für die Sammlung erworben werden konnte, ist als eine der ganz wenigen ‚shaped canvases’ im Oeuvre des Künstlers eine Besonderheit. Nicht mehr der rechteckige Bildträger definiert von Außen nach Innen das Bild, sondern die malerische Komposition ‚zwingt’ dem Bild – von Innen nach Außen – seine Form auf: Anstatt eines regelmäßigen Bildformats wählt Fruhtrunk eine Außenform, die aus zwei ungleich großen Dreiecken zusammengesetzt zu sein scheint. Vergleichbare Arbeiten waren außerhalb der nordamerikanischen Kunstszene bis dahin nicht bekannt.

Biografie

Günter Fruhtrunk wurde 1923 in München geboren und begann dort ein Architekturstudium, das er nach zwei Semestern abbrach, um ab Herbst 1941 als Kriegsfreiwilliger zu dienen. Schon während des Krieges, in dem er mehrere schwere Verletzungen erlitt, begann Fruhtrunk zu malen und nahm nach 1945 ein Privatstudium der Malerei bei dem Maler und Graphiker William Straube auf. 1949 kam er über den Maler Julius Bissier mit der gegenstandlosen Malerei in Berührung. Ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg und des Gouvernement Français ermöglichte ihm 1954 den Umzug nach Paris. Dort arbeitet er unter anderem in den Ateliers von Fernand Léger und Hans Arp. 1955 trat Günter Fruhtrunk mit seiner Malerei erstmals in Paris bei der Ausstellung des „Cercle Volnay“, organisiert von dem Galeristen René Drouin, auf. Auch in den 1960er- Jahren lebte und arbeitete Fruhtrunk hauptsächlich in Paris bzw. Frankreich. 1961 erhielt Fruhtrunk den „Prix Jean Arp“ und 1966 die Silbermedaille des „Prix d’Europe in Ostende“. Eine Retrospektive der Arbeiten Fruhtrunks fand 1963 im Museum am Ostwall in Dortmund statt. Zum Wintersemester 1967/68 begann Fruhtrunk seine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie München. Er nahm 1968 an der documenta IV und 1968 an der 34. Biennale in Venedig teil. Am 12. Dezember 1982 beging Günter Fruhtrunk in seinem Atelier in der Münchner Kunstakademie Selbstmord.

Marijke Gassen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Neues Video zum Werk von Gerhard Hoehme

27.10.2009

In der neuen Folge der Videoserie „Kunst nach 1945 im Städel Museum“ spricht Dr. Martin Engler über Gerhard Hoehmes Werk „Zimbal“ aus dem Jahr 1966.


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Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Kunst nach 1945 im Städel Museum, stellt im aktuellen Kunstvideo mit Gerhard Hoehme (1920-1989) einen außergewöhnlichen deutschen Künstler und wichtigen Vertreter des deutschen Informel vor. Die Arbeit „Zimbal“ aus dem Jahr 1966 gehört zu einer Gruppe von dreidimensionalen Bildern, die ab 1964 entstanden. Hoehme gestaltete seine Malerei nicht mehr als plane Fläche, sondern das Bild besteht aus einem weiß grundierten, 12 cm tiefen Holzkasten, in dem farbige, gegeneinander verspannte und an Nägeln befestigte Nylonschnüre angebracht sind. Das Verschmelzen von Malerei und Objekt, von Raum und Bild ist Ausdruck eines neu entwickelten Werkbegriffs und vermittelt zwischen der Malerei des Informel und der Objektkunst der 1960er.
„Zimbal“ ist bis zum 7. März 2010 im Rahmen der Sammlungspräsentation „Konstellationen V“ im Kuppelsaal des Städel Museums zu sehen.


Biografie

Gerhard Hoehme wurde 1920 in Greppin bei Dessau geboren und starb 1989 in Neuss. Er begann sein Studium der Malerei 1948 in Halle. Nach seiner Flucht nach Westdeutschland 1952 studierte er an der Kunstakademie in Düsseldorf. Im selben Jahr begegnete er Jean-Pierre Wilhelm, der ihn wiederum Jean Fautrier und Jean Dubuffet vorstellte. Durch ihn erhielt er Kontakt zu den wichtigsten Vertretern des französischen Informel aus Paris . Durch die Unterstützung von Gerhard Hoehme und Manfred de la Motte entwickelt sich die 1957 von Jean-Pierre Wilhelm gegründete Galerie 22 zum internationalen Treffpunkt für Künstler des Informel in Düsseldorf. 1959 wurde Hoehme zur documenta II in Kassel eingeladen. 1960 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom und Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, wo er bis 1985 lehrte. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Sigmar Polke und Chris Reinecke. Weitere Informationen: www.gerhard-hoehme.de

Marijke Gassen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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