Wo steckt eigentlich….Goethe? Teil 2
31.08.2011
Bereits mehrfach berichteten wir auf dem Blog von der Ausstellungstournee des weltberühmten Goethe-Portraits von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Passend zu Goethes 262. Geburtstag am vergangenen Sonntag kehrte das Meisterwerk nun nach Frankfurt zurück. Bevor es jedoch wieder im Städel zu sehen ist, dreht das Gemälde eine Ehrenrunde im neu eröffneten Goethe-Museum – und trifft dort auf seinen Doppelgänger.
Die Eröffnung des Goethe-Museums nach einer mehr als einjährigen Schließung wegen Sanierungsarbeiten wurde zum Gipfeltreffen der Goethe-Bildnisse. Zum ersten Mal hängen Tischbeins Original-Bildnis „Goethe in der römischen Campagna“ (1787) und die gleichgroße Kopie von Karl Bennert aus dem Jahr 1849 in einem Raum. Die Kopie wurde von dem damaligen Direktor des Goethe-Hauses Ernst Beutler erworben, denn das Goethe-Museum sollte 1932 nicht ohne das berühmte Portrait eröffnen. Der Vergleich der beiden Werke lohnt sich und ist in dieser Form einzigartig.
Das Goethe-Museum ist nicht, wie der Name vermuten lässt, ein reines Literaturmuseum, sondern die einzige Gemäldegalerie, die sich ausschließlich der Kunst der Goethezeit widmet. Viele Glanzstücke der Sammlung eröffnen ein breites kulturhistorisches Panorama dieser Epoche, darunter auch herausragende Werke von Johann Heinrich Füssli.
Noch bis November kann Tischbeins bekanntes Dichter-Portrait im Goethe-Museum bewundert werden, bis es zur Wiedereröffnung des Sammlungsbereichs „Kunst der Moderne“ im frisch sanierten Altbau und in einer völlig neu zusammengestellten Präsentation einen ganz besonderen Platz im Städel einnehmen wird.
Gudrun Herz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit








