Erste Elemente für die Deckenschale erreichten das Städel per Schiff

07.07.2010

Gestern Abend wurden rund 50 Elemente für die Deckenschale des Erweiterungsbaus per Schiff angeliefert. Diesen spannenden Moment haben wir für Sie mit der Kamera begleitet.

Ankunft am Schaumainkai

Ankunft am Schaumainkai

Für die Erstellung des ersten Abschnitts der markanten Deckenschale des Städel-Erweiterungsbaus wurden am Dienstagabend 47 Schalungselemente mit einer Größe von je 3,70 m x 3,70 m und einem Gewicht von je 500 kg angeliefert. Doch nicht nur die Anzahl und die Ausmaße der einzelnen Elemente sind dabei beeindruckend, vor allem der Transport war aufsehenerregend: Die Schalungskörper wurden vom Produktionsort Hannover per Schiff angeliefert.

Die ersten Schalungselemente werden abgeladen.

Die ersten Schalungselemente werden abgeladen.


Aufladen zum Weitertransport auf die Baustelle.

Aufladen zum Weitertransport auf die Baustelle.


sd


gd

Das Schiff legte gegen 19.30 Uhr am Mainufer unmittelbar vor dem Städel Museum an. Mit Hilfe eines auf einem Schwimmponton montierten Krans wurden die Elemente ab 20 Uhr auf bereitstehende Anhänger geladen, um die Schalungselemente vom Ufer über die Dürerstraße zur Städel-Baustelle zu transportierten.

Ankunft an der Baustelle

Ankunft an der Baustelle

Die dreidimensional gefrästen und polyurethanbeschichteten Schalungskörper aus glasfaserverstärktem Kunststoff wurden eigens für den Städel-Erweiterungsbau angefertigt. Mit diesen Schalungselementen wird der erste von fünf Abschnitten der Deckenschale gegossen.

Schaltische für das Aufsetzen der Schalungselemente.

Schaltische für das Aufsetzen der Schalungselemente.


dwd

Die Elemente werden zunächst auf Schaltische aufgesetzt. Danach wird die Bewehrung (Baustahlgitter) in der durch den Schalungskörper vorgegebenen Form erstellt. Im Anschluss daran wird Beton auf die Fläche gegossen. Nach der Aushärtungszeit werden die Schaltische und die Schalungselemente entfernt und zum Gießen des nächsten Abschnitts verwendet.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von das neue staedel, Permalink, 2 Kommentare

Aktuelles von der Städel-Baustelle

05.07.2010

Zuletzt konnten Sie sich beim großen Stiefeltag am 8. Mai einen Eindruck vom Baufortschritt verschaffen. Die Arbeiten am Rohbau sind seitdem zügig voran gegangen, was die aktuellen Aufnahmen von der Baustelle anschaulich zeigen.

Blick über das gesamte Baufeld mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Blick über das gesamte Baufeld mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Bereits Anfang Mai wurde der erste Abschnitt der Bodenplatte entlang des Ausstellungshauses gegossen. Dieser Teil der Platte konnte zum Stiefeltag am 8. Mai von den Besuchern erstmals begangen werden.

Artikel_Städel-Baustelle_ Juni_5

Im Anschluss wurden in diesem Bereich in den vergangenen Wochen die Außenwände sowie die Zwischenwände erstellt. Letztere trennen den Umlauf für die Versorgungs- und Fluchtwege von den Ausstellungsräumen.

Artikel_Städel-Baustelle_ Juni_1

Parallel zur Erstellung der Wände im ersten Abschnitt wurde entlang des Gebäudes der Städelschule der nächste Abschnitt der Bodenplatte gegossen. Aktuell ist damit gut die Hälfte der gesamten Bodenplatte fertig gestellt. Auch die Errichtung der Außenwände und der Zwischenwand für den Umlauf ist in diesem Bereich in vollem Gange.

zu

Wegen der hohen Nutzungsanforderung der Räume des Erweiterungsbaus wird die sogenannte „weiße Wanne“ (wasserundurchlässiges Bauwerk) zusätzlich durch eine außen liegende Spezialfolie sowie im Bereich der Pfahlköpfe durch angeordnete Betonitmatten abgedichtet.

Aufnahme der Unterfangungsarbeiten des Fundamentes und der Horizontalaussteifungen im Altbau vom 9. Juni 2010.

Aufnahme der Unterfangungsarbeiten des Fundamentes und der Horizontalaussteifungen im Altbau vom 9. Juni 2010.

Der Gartenflügel wird in den Planungen mit großer Sorgfalt in das neue Tragsystem eingebunden. Über den Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Bau wird der Erweiterungsbau erschlossen und angebunden werden. Da die Fundamentsohle des neuen Anbaus tiefer liegt, als die des Altbaus, muss das Fundament des historischen Baus unterfangen werden. Zunächst wurden im März die Decken des Metzler-Saals im Gartenflügel und des davor liegenden Alten Foyers entfernt. Für die Unterstützung und Sicherung des Gebäudes werden mittels Hochdruckinjektion präzise ins Erdreich eingeschnittene Wände und Kleinbohrpfähle erstellt. Die Arbeiten zum Unterfangen des Fundaments werden Ende September abgeschlossen sein.

Die vorhandene historische Bausubstanz wird während der Bauzeit mit einer zusätzlichen temporären Stahlkonstruktion versteift und abgefangen, damit die Räume, die den Altbau mit dem Erweiterungsbau verbinden werden, errichtet werden können.

Bereits in dieser Woche wird der erste von vier Teilen der geschwungenen Deckenschale im Bereich entlang des Ausstellungshauses auf ein Hilfsgerüst aufgesetzt. Über diesen spannenden Moment werden wir natürlich auch hier im Blog berichten.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von das neue staedel, Permalink, 0 Kommentare

Video zur Architektur des Städel-Erweiterungsbaus

15.04.2010

Am unterirdischen Erweiterungsbau des Städel Museums wird bereits zügig gebaut. Im Video erläutern die Architekten Till Schneider und Michael Schumacher ihren zukunftsweisenden Entwurf und gewähren einen ersten Einblick in die neuen Museumshallen.

Wir haben die Frankfurter Architekten Till Schneider und Michael Schumacher in ihrem Büro besucht, wo sie anhand von Plänen und Modellen die komplexe Architektur des Erweiterungsbaus anschaulich erklären. Anhand einer Animation wird der Betrachter virtuell durch das neue Museumsgebäude geführt und bekommt so ein Gefühl für die großzügigen Räume.

schneider+schumacher platzieren die großzügige neue Museumshalle unter den Städel-Garten. Das Gebäude wird über eine zentrale Achse vom Haupteingang des 1878 am Schaumainkai fertig gestellten Museumsgebäudes von Oskar Sommer erschlossen. Durch das Öffnen der beiden Bogenfelder rechts und links der Treppe im Hauptfoyer wird der Besucher auf das Niveau des Alten Foyers im Gartenflügel – einem Anbau vom Anfang des 20.Jahrhunderst – gelangen. Von hier aus wird eine Treppe in die unter dem Garten gelegenen 3.000 Quadratmeter großen Hallen des Erweiterungsbaus führen. Kreisrunde Oberlichter mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Metern werden die Gartenhallen mit natürlichem Licht versorgen und sich als einprägsames Muster über die Gartenfläche ausbreiten. Die begehbare Aufwölbung der Deckenschale wird mit Rasen bepflanzt und von außen als fester Bestandteil der Topographie des Gartens wahrgenommen.

Gehen Sie mit den Architekten bereits jetzt auf eine Entdeckungsreise durch das neue Städel.

Marijke Gassen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von das neue staedel, Permalink, 0 Kommentare

Aktuelles von der Städel-Baustelle

03.03.2010

Die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte gehen zügig voran. Aktuelle Fotos von der Baustelle geben einen Eindruck davon, was zurzeit auf der Städel-Baustelle passiert.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Die 300 Bohrpfähle, die bisher rund um die Baugrube in das Erdreich eingebracht wurden, wurden in den vergangenen Wochen rückverankert. Die Anker sorgen dafür, dass die Bohrpfähle beim weiteren Aushub des Bodens nicht durch den Erddruck in die Baugrube gedrückt werden. Die Rückverankerungsarbeiten sind nun fast vollständig abgeschlossen.

Rechts die Bohrpfähle mit eingebrachter Rückverankerung (gelb).

Rechts die Bohrpfähle mit eingebrachter Rückverankerung (gelb).


Brunnen für die Wasserhaltung.

Brunnen für die Wasserhaltung.

Auch die insgesamt 16 Brunnen für die Wasserhaltung in der Baugrube sind bereits fertig gestellt.

Das Großdrehbohrgerät im Einsatz.

Das Großdrehbohrgerät im Einsatz.

Seit Mitte Februar werden ca. 100 weitere Pfähle auf der gesamten Baufläche gebohrt, die zur Verankerung der Bodenplatte dienen werden. Bereits die Hälfte der Pfähle ist fertig gestellt.

Die Geothermie-Bohrungen zur zukünftigen Nutzung der Erdwärme für Heizung und Kühlung des Erweiterungsbaus beginnen am 15. März. Der parallel stattfindende Erdaushub geht zügig voran und wird bis April abgeschlossen sein. Dann kann bereits mit dem Gießen der Bodenplatte begonnen werden.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von das neue staedel, Permalink, 1 Kommentar

Aktuelles von der Städel-Baustelle

27.01.2010

Die Erstellung der Bohrpfähle ist abgeschlossen. Anfang Februar beginnen nun die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund

Die Erstellung der Bohrpfähle rund um das Baufeld, mit der im September 2009 begonnen wurde, ist abgeschlossen. Rund 300 Bohrpfähle bilden nun eine stützende, abdichtende Wand für die Baugrube, sperren seitliches Grundwasser ab und dienen zur Absicherung der bestehenden Gebäude. Aktuell werden die Bohrpfähle rückverankert sowie Brunnen für die Wasserhaltung in der Baugrube gebohrt. Anfang Februar werden ca. 100 Pfähle auf der gesamten Baufläche gebohrt, die zur Verankerung der Bodenplatte dienen werden. Im März und April folgen die Geothermie-Bohrungen zur zukünftigen Nutzung der Erdwärme für die Heizungsanlage des Erweiterungsbaus. Parallel zu diesen Arbeiten wird der Erdaushub fortgesetzt. Bis April 2010 wird die Baugrube für den unterirdischen Neubau, der eine Raumhöhe von 6 bis 8 Metern haben wird, auf dem gesamten Baufeld ihre endgültige Tiefe erreichen. Der Aushub muss schichtweise geschehen und geht mit der Absenkung des Grundwassers einher.

Im Vordergrund die Bohrpfähle

Im Vordergrund die Bohrpfähle

Nach Abschluss des Erdaushubs wird im nächsten Schritt die Bodenplatte gegossen. Abschnitt für Abschnitt findet daran anschließend die Erstellung der Wände und des Daches statt. Die Arbeiten an der Bodenplatte werden im Juli beendet sein, der Rohbau des Erweiterungsbaus wird voraussichtlich im September/Oktober 2010 abgeschlossen sein. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für Mitte 2011 vorgesehen.

Blick vom Baucontainer an der Dürerstraße auf die Baustelle

Blick vom Baucontainer an der Dürerstraße auf die Baustelle

Die Sanierungsarbeiten im Main- und Gartenflügel des Altbaus beginnen im März. Über diesen wird der Erweiterungsbau erschlossen und angebunden werden. Im Zuge der Bauarbeiten wird der gesamte Altbau barrierefrei erschlossen und mit zusätzlichen Fluchttreppen und -wegen versehen. Weiter werden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen im Altbau durchgeführt. Die Bauarbeiten am Altbau werden rund ein Jahr in Anspruch nehmen.

Dorothea Apovnik und Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von das neue staedel, Permalink, 0 Kommentare

Aushubarbeiten der Baugrube für den Städel-Erweiterungsbau starten

02.11.2009

Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Städel Museums schreiten voran. Die Erd- und Verbauarbeiten am Westflügel sind bereits abgeschlossen. Aktuell finden vorbereitende Maßnahmen für den Erdaushub auf dem gesamten Baufeld statt.

Artikel Baugeschichte_7562

Erd- und Verbaumaßnahmen am Westflügel

Als erste erforderliche Maßnahme zur Realisierung der Städel-Erweiterung haben unmittelbar nach dem Spatenstichfest am 6. September 2009 erste Erd- und Verbauarbeiten am Westflügel stattgefunden. Im Gartenabschnitt entlang des Ausstellungshauses wurden Bohrpfähle in den Boden eingebracht (Artikel zu den Arbeiten am Westflügel). Die Bohrpfähle werden eine stützende, abdichtende Wand für die Baugrube bilden, seitliches Grundwasser absperren und zur Absicherung der bestehenden Gebäude dienen. Insgesamt werden bis Anfang nächsten Jahres ca. 300 Bohrpfähle rund um das Baufeld erstellt.

Baucontainer auf dem Städel-Gelände zur Dürerstraße

Baucontainer auf dem Städel-Gelände zur Dürerstraße

 

An dieser Stelle wird die halbseitige Sperrung der Dürerstraße eingerichtet.

An dieser Stelle wird die halbseitige Sperrung der Dürerstraße eingerichtet

In dieser Woche beginnen nun die vorbereitenden Maßnahmen für den Aushub der Baugrube im hinteren Städel-Garten. Zunächst wird die Baustelleneinrichtung samt Aufstellung der Container aufgebaut und der Bauzaun entlang der Dürerstraße aufgestellt. Mit der Fertigstellung der Baustellenzufahrt wird ab dem 2. November die Dürerstraße auf dem Abschnitt des Museums halbseitig gesperrt sein. Die Zu- und Abfahrt der Baustellenandienung wird in die Baustelleneinrichtung integriert, damit der Verkehrsfluss nicht zusätzlich gestört wird. Um mit dem Erdaushub beginnen zu können, finden bis zum 6. November Baumfällarbeiten im Bereich des Baufeldes statt. Insgesamt werden auf der Baufläche 65 Bäume gefällt, eine offizielle Baumfällgenehmigung des Umweltamtes der Stadt Frankfurt hierfür liegt vor. Eine vorübergehende Umsetzung der Bäume, das heißt, eine Auspflanzung, Verfrachtung und spätere Wiedereinpflanzung, wurde in Betracht gezogen. Sie musste jedoch verworfen werden, da sie sowohl mit sehr hohen Kosten verbunden ist als auch nicht kalkulierbar ist, wie viele Bäume dieses Prozedere überleben könnten. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird die gleiche Anzahl an Bäumen auf dem Grundstück neu gepflanzt. Alle weiteren Bäume auf dem übrigen Gelände des Städel Museums bleiben erhalten.

Im Anschluss an die vorbreitenden Maßnahmen wird der Boden für die Baugrube schichtweise abgetragen. Nach der Abtragung des Oberbodens wird die Grube zunächst bis zu einer Tiefe von ca. zwei Metern ausgehoben. Auf dieser Tiefe findet dann die Rückverankerung der zuvor im Bereich Dürerstraße und Gartenflügel erstellten Bohrpfähle statt. Die Erd- und Verbaumaßnahmen werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Dorothea Apovnik und Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Von das neue staedel, Permalink, 0 Kommentare
vorherige Seite