Aktuelles von der Städel-Baustelle: Die zentrale Treppe

17.08.2011

Die Arbeiten an der unterirdische Ausstellungshalle sind auf der Zielgeraden angelangt: Besonders die Innenausbauten des Erweiterungsgebäudes haben in den letzten Wochen enorm an Gestalt gewonnen. Markantes Zeichen ist eine neue Treppenanlage, mit deren Hilfe man in Zukunft bereits vom Hauptfoyer des Städel-Altbaus wählen kann, in welchem Jahrhundert der Kunstgeschichte man seinen Städel-Besuch beginnen möchte.

Deckensegel und Schräge der zentralen Treppe. (Foto: Norbert Miguletz)

Der Zugang zur neuen Präsentationsfläche für die Gegenwartskunst im Städel erfolgt zunächst über zwei Treppenläufe, die den Besucher vom Haupteingang auf die Ebene des Alten Foyers bringen. Von dort führt eine zentrale Treppe in die Gartenhallen. Der erste Teil der Schalung für die Treppenstufen – die Schräge, die momentan eher an einer Rutsche denn an eine Treppe erinnert – ist nun abgeschlossen.

Handlauf im Alten Foyer. (Foto: Norbert Miguletz)


Durchblick in die Gartenhallen. (Foto: Laura J. Padgett)

Alle Bauteile der Treppe bestehen aus speziellem Weißbeton. Was mittlerweile noch aussieht wie ein Schiffsbug ist der obere Handlauf, der die Treppen im Alten Foyer abschließt. Die von der Verschalung entstanden Löcher werden im nächsten Schritt verspachtelt. Danach wird der Beton mehrfach geschliffen, um eine besonders glatte Oberfläche zu bekommen. In einem letzten Schritt werden die Flächen versiegelt.

Die Treppenschräge wird aus einzelnen Schalungselementen konstruiert. (Foto: Norbert Miguletz)

Arbeiter beim Schleifen der Handläufe. (Foto: Laura J. Padgett)

Eine besondere Herausforderung war die Gestaltung des Treppengeländers: Dafür wurde eine spezielle und aufwendige Holzverschalung konstruiert, die den Handlauf nach unten verlängert. Flüssiger Beton wurde dabei von unten nach oben gepumpt, so entstand der Handlauf aus einem Stück, der sich nach oben verjüngt und leicht in sich dreht.

Die aufwendige Konstruktion des Handlaufs erfordert zahlreiche Arbeiter. (Foto: Städel Museum)


Detailaufnahme des noch ungeschliffenen Handlaufs. (Foto: Laura J. Padgett)

Im nächsten Arbeitsschritt werden die Treppenstufen als Fertigteile auf die Schräge aufgesetzt. Wenn alles fertig ist, wird man über 34 Treppenstufen in die Gartenhallen schreiten können.

Gudrun Herz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Das Städel feiert Richtfest

25.11.2010

Nur 15 Monate nach dem ersten Spatenstich konnte heute im Städel Museum das Richtfest für den Erweiterungsbau zur Präsentation der Kunst nach 1945 gefeiert werden. Mit der fristgerechten Fertigstellung des 3.000 qm umfassenden unterirdischen Rohbaus ist ein weiterer Meilenstein der Bauarbeiten im Städel Museum erreicht. Insgesamt wurden bisher rund 1.300 Kubikmeter Beton und 330 Tonnen Stahl verarbeitet sowie insgesamt 1800 LKWs mit Erde abtransportiert. Nach Festreden von Direktor Max Hollein, Frankfurts Oberbürgermeisterin Dr. h. c. Petra Roth sowie dem Architekten Prof. Michael Schumacher sprach der Oberpolier der Baustelle, Uwe Nothaft, den traditionellen Richtspruch vor rund 400 Gästen.

Der „gummigestiefelte“ Richtkranz schwebt über der Städel-Baustelle

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Städel-Direktor Max Hollein bedankte sich in seiner Festrede für die „gute Zusammenarbeit aller beteiligten Partner: der Architekten, der Tragwerks- und Haustechnikplaner sowie der Projektsteuerer, der zahlreichen Baufirmen wie deren Mitarbeiter und nicht zuletzt der Städel-Mitarbeiter, die ebenfalls in vielen Bereichen in die Planung involviert sind.“

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„Wir können sehr stolz auf Frankfurt und seine Bürgerinnen und Bürger sein“, sagt Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, in ihrem Redebeitrag. „Mit dem Erweiterungsprojekt zeigt die Stadt Frankfurt einmal mehr, dass Kultur für sie ein Gut ist, zu dem sie sich bekennt – und zwar nicht nur in Worten, sondern in Taten. Dass das neue Städel von Tag zu Tag deutlicher Gestalt annimmt, ist ein wunderbares Zeichen dafür“, so die Oberbürgermeisterin.

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„Die hohen Erwartungen an die Ästhetik und Einmaligkeit des Erweiterungsbaus stellen zusammen mit dem hohen technischen Schwierigkeitsgrad und den komplexen konservatorischen Vorgaben eine große Herausforderung bei der Planung dar“, erläutert Prof. Michael Schumacher, einer der beiden Partner des Architekturbüros schneider+schumacher, in seiner Festrede.

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Abschließend sprach Uwe Nothaft, Oberpolier bei der Ed. Züblin AG, den traditionellen Richtspruch, den alle, die das Richtfest verpasst haben, hier auf unserem Blog nachlesen können:

Mit Gunst und Verlaub!
Die Feierstunde hat geschlagen,
es ruht die geübte Hand.
Nach harten, arbeitsreichen Tagen

Grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.
Ein schöner Werk ist uns gelungen,
Gar stattlich steht das Bauwerk da,
so frei und leicht und ungezwungen,
wie besser ich es nirgends sah!

Ein solches werk kann nur geschehen,
wenn jeder brav an seiner Stelle
und alle fest zusammenstehen.

Stolz und froh ist jeder heute,
der tüchtig mit am werk gebaut.
Es waren wackere Handwerksleute,
die fest auf ihre Kunst vertraut.

Wir bitten Gott, der in Gefahren
Uns allezeit so treu bewahrt,
er möge das Städel hier bewahren
vor Not und Schaden aller Art.

Nun nehme ich froh das Glas zur Hand,
gefüllt mit Wein bis an den Rand,
und mit gutem Saft der Reben
will jedermann die Ehr´ ich geben,
wie sich` s nach alten brauch gebührt,
wenn so ein Bau ist ausgeführt.

Der erste Schluck der Bauherrschaft,
Hoch soll sie Leben.
Den zweiten Schluck dem Architekten
Hoch soll er Leben.

Nun braucht man zu allen Zeiten
Nicht nur Kopf, nein auch die Hand.
Drum noch ein Lob den Mauren und Zimmerleuten,
durch deren Kraft der Bau erstand.

Nun ist das Glas wohl ausgeleert
und weiter für mich nichts mehr wert,
drum werfe ich es zum Boden nieder
zerschmettert braucht es keiner wieder,
doch Scherben bedeuten Glück und Segen
dem Museum auf allen Wegen.

Gott schütze dieses neue Museum
und alle, die da gehen ein und aus.
Der Richtspruch ist nun hier zu Ende,
man reiche uns jetzt Essen und Getränk.

Richtfest_7

Danach ging es für alle zum wohlverdienten Richtschmaus. Die gute Laune ließ dabei auch die Tatsache vergessen, dass es im Rohbau noch keine Heizung gibt.

Dorothea Apovnik und Axel Braun, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Erste Elemente für die Deckenschale erreichten das Städel per Schiff

07.07.2010

Gestern Abend wurden rund 50 Elemente für die Deckenschale des Erweiterungsbaus per Schiff angeliefert. Diesen spannenden Moment haben wir für Sie mit der Kamera begleitet.

Ankunft am Schaumainkai

Ankunft am Schaumainkai

Für die Erstellung des ersten Abschnitts der markanten Deckenschale des Städel-Erweiterungsbaus wurden am Dienstagabend 47 Schalungselemente mit einer Größe von je 3,70 m x 3,70 m und einem Gewicht von je 500 kg angeliefert. Doch nicht nur die Anzahl und die Ausmaße der einzelnen Elemente sind dabei beeindruckend, vor allem der Transport war aufsehenerregend: Die Schalungskörper wurden vom Produktionsort Hannover per Schiff angeliefert.

Die ersten Schalungselemente werden abgeladen.

Die ersten Schalungselemente werden abgeladen.


Aufladen zum Weitertransport auf die Baustelle.

Aufladen zum Weitertransport auf die Baustelle.


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Das Schiff legte gegen 19.30 Uhr am Mainufer unmittelbar vor dem Städel Museum an. Mit Hilfe eines auf einem Schwimmponton montierten Krans wurden die Elemente ab 20 Uhr auf bereitstehende Anhänger geladen, um die Schalungselemente vom Ufer über die Dürerstraße zur Städel-Baustelle zu transportierten.

Ankunft an der Baustelle

Ankunft an der Baustelle

Die dreidimensional gefrästen und polyurethanbeschichteten Schalungskörper aus glasfaserverstärktem Kunststoff wurden eigens für den Städel-Erweiterungsbau angefertigt. Mit diesen Schalungselementen wird der erste von fünf Abschnitten der Deckenschale gegossen.

Schaltische für das Aufsetzen der Schalungselemente.

Schaltische für das Aufsetzen der Schalungselemente.


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Die Elemente werden zunächst auf Schaltische aufgesetzt. Danach wird die Bewehrung (Baustahlgitter) in der durch den Schalungskörper vorgegebenen Form erstellt. Im Anschluss daran wird Beton auf die Fläche gegossen. Nach der Aushärtungszeit werden die Schaltische und die Schalungselemente entfernt und zum Gießen des nächsten Abschnitts verwendet.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aktuelles von der Städel-Baustelle

05.07.2010

Zuletzt konnten Sie sich beim großen Stiefeltag am 8. Mai einen Eindruck vom Baufortschritt verschaffen. Die Arbeiten am Rohbau sind seitdem zügig voran gegangen, was die aktuellen Aufnahmen von der Baustelle anschaulich zeigen.

Blick über das gesamte Baufeld mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Blick über das gesamte Baufeld mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Bereits Anfang Mai wurde der erste Abschnitt der Bodenplatte entlang des Ausstellungshauses gegossen. Dieser Teil der Platte konnte zum Stiefeltag am 8. Mai von den Besuchern erstmals begangen werden.

Artikel_Städel-Baustelle_ Juni_5

Im Anschluss wurden in diesem Bereich in den vergangenen Wochen die Außenwände sowie die Zwischenwände erstellt. Letztere trennen den Umlauf für die Versorgungs- und Fluchtwege von den Ausstellungsräumen.

Artikel_Städel-Baustelle_ Juni_1

Parallel zur Erstellung der Wände im ersten Abschnitt wurde entlang des Gebäudes der Städelschule der nächste Abschnitt der Bodenplatte gegossen. Aktuell ist damit gut die Hälfte der gesamten Bodenplatte fertig gestellt. Auch die Errichtung der Außenwände und der Zwischenwand für den Umlauf ist in diesem Bereich in vollem Gange.

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Wegen der hohen Nutzungsanforderung der Räume des Erweiterungsbaus wird die sogenannte „weiße Wanne“ (wasserundurchlässiges Bauwerk) zusätzlich durch eine außen liegende Spezialfolie sowie im Bereich der Pfahlköpfe durch angeordnete Betonitmatten abgedichtet.

Aufnahme der Unterfangungsarbeiten des Fundamentes und der Horizontalaussteifungen im Altbau vom 9. Juni 2010.

Aufnahme der Unterfangungsarbeiten des Fundamentes und der Horizontalaussteifungen im Altbau vom 9. Juni 2010.

Der Gartenflügel wird in den Planungen mit großer Sorgfalt in das neue Tragsystem eingebunden. Über den Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Bau wird der Erweiterungsbau erschlossen und angebunden werden. Da die Fundamentsohle des neuen Anbaus tiefer liegt, als die des Altbaus, muss das Fundament des historischen Baus unterfangen werden. Zunächst wurden im März die Decken des Metzler-Saals im Gartenflügel und des davor liegenden Alten Foyers entfernt. Für die Unterstützung und Sicherung des Gebäudes werden mittels Hochdruckinjektion präzise ins Erdreich eingeschnittene Wände und Kleinbohrpfähle erstellt. Die Arbeiten zum Unterfangen des Fundaments werden Ende September abgeschlossen sein.

Die vorhandene historische Bausubstanz wird während der Bauzeit mit einer zusätzlichen temporären Stahlkonstruktion versteift und abgefangen, damit die Räume, die den Altbau mit dem Erweiterungsbau verbinden werden, errichtet werden können.

Bereits in dieser Woche wird der erste von vier Teilen der geschwungenen Deckenschale im Bereich entlang des Ausstellungshauses auf ein Hilfsgerüst aufgesetzt. Über diesen spannenden Moment werden wir natürlich auch hier im Blog berichten.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Video zur Architektur des Städel-Erweiterungsbaus

15.04.2010

Am unterirdischen Erweiterungsbau des Städel Museums wird bereits zügig gebaut. Im Video erläutern die Architekten Till Schneider und Michael Schumacher ihren zukunftsweisenden Entwurf und gewähren einen ersten Einblick in die neuen Museumshallen.

Wir haben die Frankfurter Architekten Till Schneider und Michael Schumacher in ihrem Büro besucht, wo sie anhand von Plänen und Modellen die komplexe Architektur des Erweiterungsbaus anschaulich erklären. Anhand einer Animation wird der Betrachter virtuell durch das neue Museumsgebäude geführt und bekommt so ein Gefühl für die großzügigen Räume.

schneider+schumacher platzieren die großzügige neue Museumshalle unter den Städel-Garten. Das Gebäude wird über eine zentrale Achse vom Haupteingang des 1878 am Schaumainkai fertig gestellten Museumsgebäudes von Oskar Sommer erschlossen. Durch das Öffnen der beiden Bogenfelder rechts und links der Treppe im Hauptfoyer wird der Besucher auf das Niveau des Alten Foyers im Gartenflügel – einem Anbau vom Anfang des 20.Jahrhunderst – gelangen. Von hier aus wird eine Treppe in die unter dem Garten gelegenen 3.000 Quadratmeter großen Hallen des Erweiterungsbaus führen. Kreisrunde Oberlichter mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Metern werden die Gartenhallen mit natürlichem Licht versorgen und sich als einprägsames Muster über die Gartenfläche ausbreiten. Die begehbare Aufwölbung der Deckenschale wird mit Rasen bepflanzt und von außen als fester Bestandteil der Topographie des Gartens wahrgenommen.

Gehen Sie mit den Architekten bereits jetzt auf eine Entdeckungsreise durch das neue Städel.

Marijke Gassen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aktuelles von der Städel-Baustelle

03.03.2010

Die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte gehen zügig voran. Aktuelle Fotos von der Baustelle geben einen Eindruck davon, was zurzeit auf der Städel-Baustelle passiert.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Die 300 Bohrpfähle, die bisher rund um die Baugrube in das Erdreich eingebracht wurden, wurden in den vergangenen Wochen rückverankert. Die Anker sorgen dafür, dass die Bohrpfähle beim weiteren Aushub des Bodens nicht durch den Erddruck in die Baugrube gedrückt werden. Die Rückverankerungsarbeiten sind nun fast vollständig abgeschlossen.

Rechts die Bohrpfähle mit eingebrachter Rückverankerung (gelb).

Rechts die Bohrpfähle mit eingebrachter Rückverankerung (gelb).


Brunnen für die Wasserhaltung.

Brunnen für die Wasserhaltung.

Auch die insgesamt 16 Brunnen für die Wasserhaltung in der Baugrube sind bereits fertig gestellt.

Das Großdrehbohrgerät im Einsatz.

Das Großdrehbohrgerät im Einsatz.

Seit Mitte Februar werden ca. 100 weitere Pfähle auf der gesamten Baufläche gebohrt, die zur Verankerung der Bodenplatte dienen werden. Bereits die Hälfte der Pfähle ist fertig gestellt.

Die Geothermie-Bohrungen zur zukünftigen Nutzung der Erdwärme für Heizung und Kühlung des Erweiterungsbaus beginnen am 15. März. Der parallel stattfindende Erdaushub geht zügig voran und wird bis April abgeschlossen sein. Dann kann bereits mit dem Gießen der Bodenplatte begonnen werden.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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