Aktuelles von der Städel-Baustelle

03.03.2010

Die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte gehen zügig voran. Aktuelle Fotos von der Baustelle geben einen Eindruck davon, was zurzeit auf der Städel-Baustelle passiert.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Die 300 Bohrpfähle, die bisher rund um die Baugrube in das Erdreich eingebracht wurden, wurden in den vergangenen Wochen rückverankert. Die Anker sorgen dafür, dass die Bohrpfähle beim weiteren Aushub des Bodens nicht durch den Erddruck in die Baugrube gedrückt werden. Die Rückverankerungsarbeiten sind nun fast vollständig abgeschlossen.

Rechts die Bohrpfähle mit eingebrachter Rückverankerung (gelb).

Rechts die Bohrpfähle mit eingebrachter Rückverankerung (gelb).


Brunnen für die Wasserhaltung.

Brunnen für die Wasserhaltung.

Auch die insgesamt 16 Brunnen für die Wasserhaltung in der Baugrube sind bereits fertig gestellt.

Das Großdrehbohrgerät im Einsatz.

Das Großdrehbohrgerät im Einsatz.

Seit Mitte Februar werden ca. 100 weitere Pfähle auf der gesamten Baufläche gebohrt, die zur Verankerung der Bodenplatte dienen werden. Bereits die Hälfte der Pfähle ist fertig gestellt.

Die Geothermie-Bohrungen zur zukünftigen Nutzung der Erdwärme für Heizung und Kühlung des Erweiterungsbaus beginnen am 15. März. Der parallel stattfindende Erdaushub geht zügig voran und wird bis April abgeschlossen sein. Dann kann bereits mit dem Gießen der Bodenplatte begonnen werden.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aktuelles von der Städel-Baustelle

27.01.2010

Die Erstellung der Bohrpfähle ist abgeschlossen. Anfang Februar beginnen nun die Vorbereitungen für das Gießen der Bodenplatte.

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund

Blick auf die Baustelle mit dem Gartenflügel im Hintergrund

Die Erstellung der Bohrpfähle rund um das Baufeld, mit der im September 2009 begonnen wurde, ist abgeschlossen. Rund 300 Bohrpfähle bilden nun eine stützende, abdichtende Wand für die Baugrube, sperren seitliches Grundwasser ab und dienen zur Absicherung der bestehenden Gebäude. Aktuell werden die Bohrpfähle rückverankert sowie Brunnen für die Wasserhaltung in der Baugrube gebohrt. Anfang Februar werden ca. 100 Pfähle auf der gesamten Baufläche gebohrt, die zur Verankerung der Bodenplatte dienen werden. Im März und April folgen die Geothermie-Bohrungen zur zukünftigen Nutzung der Erdwärme für die Heizungsanlage des Erweiterungsbaus. Parallel zu diesen Arbeiten wird der Erdaushub fortgesetzt. Bis April 2010 wird die Baugrube für den unterirdischen Neubau, der eine Raumhöhe von 6 bis 8 Metern haben wird, auf dem gesamten Baufeld ihre endgültige Tiefe erreichen. Der Aushub muss schichtweise geschehen und geht mit der Absenkung des Grundwassers einher.

Im Vordergrund die Bohrpfähle

Im Vordergrund die Bohrpfähle

Nach Abschluss des Erdaushubs wird im nächsten Schritt die Bodenplatte gegossen. Abschnitt für Abschnitt findet daran anschließend die Erstellung der Wände und des Daches statt. Die Arbeiten an der Bodenplatte werden im Juli beendet sein, der Rohbau des Erweiterungsbaus wird voraussichtlich im September/Oktober 2010 abgeschlossen sein. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für Mitte 2011 vorgesehen.

Blick vom Baucontainer an der Dürerstraße auf die Baustelle

Blick vom Baucontainer an der Dürerstraße auf die Baustelle

Die Sanierungsarbeiten im Main- und Gartenflügel des Altbaus beginnen im März. Über diesen wird der Erweiterungsbau erschlossen und angebunden werden. Im Zuge der Bauarbeiten wird der gesamte Altbau barrierefrei erschlossen und mit zusätzlichen Fluchttreppen und -wegen versehen. Weiter werden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen im Altbau durchgeführt. Die Bauarbeiten am Altbau werden rund ein Jahr in Anspruch nehmen.

Dorothea Apovnik und Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aushubarbeiten der Baugrube für den Städel-Erweiterungsbau starten

02.11.2009

Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Städel Museums schreiten voran. Die Erd- und Verbauarbeiten am Westflügel sind bereits abgeschlossen. Aktuell finden vorbereitende Maßnahmen für den Erdaushub auf dem gesamten Baufeld statt.

Artikel Baugeschichte_7562

Erd- und Verbaumaßnahmen am Westflügel

Als erste erforderliche Maßnahme zur Realisierung der Städel-Erweiterung haben unmittelbar nach dem Spatenstichfest am 6. September 2009 erste Erd- und Verbauarbeiten am Westflügel stattgefunden. Im Gartenabschnitt entlang des Ausstellungshauses wurden Bohrpfähle in den Boden eingebracht (Artikel zu den Arbeiten am Westflügel). Die Bohrpfähle werden eine stützende, abdichtende Wand für die Baugrube bilden, seitliches Grundwasser absperren und zur Absicherung der bestehenden Gebäude dienen. Insgesamt werden bis Anfang nächsten Jahres ca. 300 Bohrpfähle rund um das Baufeld erstellt.

Baucontainer auf dem Städel-Gelände zur Dürerstraße

Baucontainer auf dem Städel-Gelände zur Dürerstraße

 

An dieser Stelle wird die halbseitige Sperrung der Dürerstraße eingerichtet.

An dieser Stelle wird die halbseitige Sperrung der Dürerstraße eingerichtet

In dieser Woche beginnen nun die vorbereitenden Maßnahmen für den Aushub der Baugrube im hinteren Städel-Garten. Zunächst wird die Baustelleneinrichtung samt Aufstellung der Container aufgebaut und der Bauzaun entlang der Dürerstraße aufgestellt. Mit der Fertigstellung der Baustellenzufahrt wird ab dem 2. November die Dürerstraße auf dem Abschnitt des Museums halbseitig gesperrt sein. Die Zu- und Abfahrt der Baustellenandienung wird in die Baustelleneinrichtung integriert, damit der Verkehrsfluss nicht zusätzlich gestört wird. Um mit dem Erdaushub beginnen zu können, finden bis zum 6. November Baumfällarbeiten im Bereich des Baufeldes statt. Insgesamt werden auf der Baufläche 65 Bäume gefällt, eine offizielle Baumfällgenehmigung des Umweltamtes der Stadt Frankfurt hierfür liegt vor. Eine vorübergehende Umsetzung der Bäume, das heißt, eine Auspflanzung, Verfrachtung und spätere Wiedereinpflanzung, wurde in Betracht gezogen. Sie musste jedoch verworfen werden, da sie sowohl mit sehr hohen Kosten verbunden ist als auch nicht kalkulierbar ist, wie viele Bäume dieses Prozedere überleben könnten. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird die gleiche Anzahl an Bäumen auf dem Grundstück neu gepflanzt. Alle weiteren Bäume auf dem übrigen Gelände des Städel Museums bleiben erhalten.

Im Anschluss an die vorbreitenden Maßnahmen wird der Boden für die Baugrube schichtweise abgetragen. Nach der Abtragung des Oberbodens wird die Grube zunächst bis zu einer Tiefe von ca. zwei Metern ausgehoben. Auf dieser Tiefe findet dann die Rückverankerung der zuvor im Bereich Dürerstraße und Gartenflügel erstellten Bohrpfähle statt. Die Erd- und Verbaumaßnahmen werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Dorothea Apovnik und Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aktuelles von der Städel-Baustelle

06.10.2009

Was passiert auf der Baustelle des neuen Städel? Bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus informieren wir Sie an dieser Stelle regelmäßig über den Verlauf der Bauarbeiten. Derzeit finden am Westflügel Verbauarbeiten statt.


Artikel Baustelle_STÄDEL_NEUBAU-8132

Unmittelbar nach dem großen Spatenstichfest am 6. September 2009 wurde mit den Bauarbeiten für das neue Städel begonnen. Die erste erforderliche Maßnahme sind Erd- und Verbauarbeiten am Westflügel. Im Gartenabschnitt vor dem Ausstellungshaus werden Bohrpfähle – runde Pfähle aus Beton und Stahl – in den Boden eingebracht. Dicht aneinander gereiht werden sie eine stützende Wand für die Baugrube bilden. Die Bohrpfähle sperren seitliches Grundwasser ab und dienen zur Absicherung der bestehenden Gebäude. Insgesamt werden bis Ende des Jahres ca. 300 Bohrpfähle platziert werden.


Artikel Baustelle_IMG_2351001

So wird es gemacht: Um genau ausgerichtete Styropor-Schablonen wird Beton gegossen, damit Führungen für den Bohrer entstehen.


Artikel Baustelle_IMG_2347

Vorne sind die bereits fertig gestellten Führungen zu sehen.


Artikel Baugeschichte_7617

Mit dem Großdrehbohrgerät werden im nächsten Schritt tiefe Löcher in den Boden gebohrt.


Artikel Baugeschichte_7562

Diese werden mit Beton ausgegossen. Jeder zweite Bohrpfahl wird mit einem Stahleinsatz verstärkt.


Artikel Baustelle_STÄDEL_NEUBAU-8154

Die ersten Zaungäste sind schon da. Die Erd- und Verbaumaßnahmen werden noch bis Ende des Jahres andauern. Danach beginnen die Rohbauarbeiten. Um zu erfahren, was in den kommenden Wochen und Monaten auf der Baustelle alles passieren wird, müssen Sie nicht am Bauzaun stehen. Das können Sie auch ganz einfach hier auf dem Städel-Blog verfolgen.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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195 strahlende Oberlichter

30.09.2009

Das Erscheinungsbild des Erweiterungsbaus werden 195 Oberlichter prägen. Ein imposantes 1:1-Modell eines einzelnen Oberlichtes steht im Garten vor dem Städel Museum. Es dient zu Besucherinformation und zum Testen der komplexen Funktionen unter unterschiedlichen Wetterbedingungen.

Tagansicht des Erweiterungsbaus (Animation)

Tagansicht des Erweiterungsbaus (Animation)

Die „Augen“ des Erweiterungsbaus

Natürliches, gefiltertes Licht ist das Wichtigste für ein Museum. Das gilt für die alten Meister, als auch für die Zeitgenössische Kunst. Obwohl der Erweiterungsbau unter dem Städel-Garten platziert wird, werden die neuen Museumshallen von Licht durchflutet sein. 195 kreisrunde Oberlichter mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Metern, die in die elegant geschwungene und leicht wirkende Decke eingelassen werden, werden für blendfreies natürliches Licht sorgen. Wie schon in den bestehenden Räumen in Garten- und Mainflügel wird somit auch die Atmosphäre im Erweiterungsbau von Tageslicht geprägt sein. Vergleichbar mit dem menschlichen Auge, sind die Oberlichter ein „Spiegel der Seele“, sie vermitteln zwischen Innen und Außen, zwischen Inhalt und Bedeutung.

Innenansicht des Erweiterungsbaus (Animation)

Innenansicht des Erweiterungsbaus (Animation)

Technisch erfüllen die Oberlichter vielfältige Funktionen: Die Möglichkeiten reichen von einer geringen Verschattung bis zur völligen Verdunkelung. In den Öffnungen befindet sich ein Verschattungssystem, das direkte Sonneneinstrahlung verhindert. Eine nur leicht matte Verglasung und die diffuse Reflexion erhalten im Raum die Lichtfarbe und Charakteristik des Himmels. Verdunklungseinrichtungen bieten die Möglichkeit, das Tageslicht vollständig auszublenden. Integrierte LED-Strahler sorgen an dunklen Tagen und nachts für tageslichtähnliche Verhältnisse im Inneren. Auch die Ausleuchtung von Bildern und Objekten ist flexibel und vielfältig möglich.

Nachtansicht des Erweiterungsbaus (Animation)

Nachtansicht des Erweiterungsbaus (Animation)

Nach außen ausgerichtete LED-Stahler werden die Möglichkeit bieten, den Garten in der Nacht in eine Lichtinstallation zu verwandeln. Wie ein Lichtteppich werden sich die Oberlichter in einem einprägsamen Muster über die Gartenfläche ausbreiten.

Prof. Michael Schumacher, Architekt und Geschäftsführer von schneider+schumacher


Das 1:1-Modell im Städel-Garten

Ein imposantes 1:1-Modell von einem einzelnen Oberlicht wurde pünktlich zum Spatenstichfest am 6. September 2009 im Garten des Städel Museums östlich vom Haupteingang an der Mainseite aufgestellt. Eine logistische Meisterleistung, denn mit der Aufstellung konnte erst nach dem Museumsuferfest Ende August begonnen werden. Das Modell dient den Bauherren, Architekten, Fachplanern und ausführenden Firmen als Anschauungsobjekt für die komplexe Detailplanung der Decke des Erweiterungsbaus sowie der Überprüfung der geplanten Beleuchtungskomponenten.

Aufbau des 1:1-Modells


Aufbau



310 kg wiegt allein die untere Styroporverkleidung. Das Deckenmodul hat die Maße von 3,70 x 3,70 Metern, die Oberlichtöffnung einen Durchmesser von 1,50 Metern.



Aufbau



Die Ausstellungshallen des Erweiterungsbaus werden eine Raumhöhe von sechs bis acht Metern haben. Auf dieser Höhe wurde auch das Modell-Oberlicht installiert.



Oberlicht-Modell von oben

Oberlicht-Modell von oben

Das komplett funktionsfähige Modell enthält alle Elemente der späteren Oberlichter – vom Spezialglas bis zum komplexen integrierten Verschattungs- und Lichtsystem. So können die Funktionen des Oberlichtes unter den natürlichen Bedingungen und unter unterschiedlichen Wetterverhältnissen getestet werden.


Das 1:1-Modell

Das 1:1-Modell

Für Besucher des Städel bietet das Modell eine gute Möglichkeit, einen ersten Eindruck von dem innovativen Lichtsystem und der Wirkung der Decke im zukünftigen Erweiterungsbau zu bekommen.

Thomas Pietrzak, Leiter Technischer Dienst

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