Bauabteilung auf Zeit: Die Projektsteuerer für das Städel Museum
17.10.2010
Täglich sind bis zu 150 Menschen auf der Städel-Baustelle beschäftigt. Damit die Prozesse reibungslos ablaufen und alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten, ist Drees & Sommer im Hintergrund als Projektsteuerer tätig. Doch was ist die Aufgabe der Projektmanager bei einem solchen komplexen Bauvorhaben?
Im Allgemeinen unterstützt das Drees & Sommer-Team die Administration und Direktion des Städel bei der Wahrnehmung ihrer Bauherrenaufgaben – quasi als eine „Bauabteilung auf Zeit“. Die beiden Projektmanager Corinna Stephan und Andreas Seuß sind beispielsweise für die Definition von Schnittstellen und Zuständigkeiten verantwortlich – sowohl im organisatorischen Bereich als auch bautechnisch. „Somit weiß jeder Beteiligte, wo seine Aufgaben liegen und wie diese abgewickelt werden. Das ist die Voraussetzung für optimale Prozesse und letztendlich auch für den Erfolg eines jeden Bauprojekts“, sagt Corinna Stephan. Darüber hinaus sind die Projektsteuerer für die Überwachung der Kosten zuständig und stellen durch laufende Kontrollen bei Vergaben und Abrechnungen sicher, dass das fixe Budget für die Errichtung des Erweiterungsbaus und die Sanierung des Altbaus nicht überschritten wird. Die professionelle Abwicklung der Vergabe- und Ausschreibungsverfahren, das Vertragsmanagement für Planungs- und Bauleistungen gehören zu den weiteren Aufgaben der Projektsteuerer. Damit sind sie überwachende Instanz, Berater und Moderatoren zwischen allen Beteiligten.
Die beiden Projektmanager wissen: Die Erweiterung und Sanierung des Städel Museums ist ein Projekt mit vielen Besonderheiten. Die Anforderungen an den Bau sind komplex und die Rahmenbedingungen, unter denen gebaut wird, eine Herausforderung. „Hier ist Flexibilität gefragt“, sagt die Projektmanagerin. „Während der Bauarbeiten läuft der Museumsbetrieb eingeschränkt weiter, dabei gelten höchste Sicherheitsanforderungen.“ So wurde neben dem zügig voranschreitenden Neubau in den Wintermonaten die große Sonderausstellung „Botticelli“ im Städel Museum präsentiert. Auch die Verwaltung des Städel sowie die Städelschule arbeiten weiterhin vor Ort und das „Holbein’s“ hat wie gewohnt geöffnet.
„Die unmittelbare Nähe der Gebäudeteile zueinander macht das Projekt zu einer anspruchsvollen und gleichzeitig spannenden Aufgabe“, so Corinna Stephan. Und was dabei besonders wichtig ist: Die Projektsteuerer behalten gemeinsam mit den Architekten und Planern die enge Zeitschiene stets im Blick. Denn schließlich soll das Städel Museum den Frankfurter Bürgern im Herbst 2011 samt Erweiterungsbau wieder vollständig zur Verfügung stehen.
Simone Deitmer, Drees & Sommer










