Katja Ostermeyer stellt Fotoarbeiten mit Benefiz-Stiefeln aus

25.05.2010

Die Frankfurter Fotografin Katja Ostermeyer unterstützt die Städel-Erweiterung mit einer sehr kreativen Aktion. In den vergangenen Monaten hat die freie Fotografin zahlreiche Menschen – Freunde, Prominente und Künstler aus Frankfurt und der Region – gegen eine Spende für das neue Städel in gelben Gummistiefeln abgelichtet. Insgesamt sind ca. 2.000 Euro zusammen gekommen. Die entstandenen Fotos werden vom 25. bis zum 28. Mai in den blinc*studios der Farbenfabrik gezeigt.

Andrea Münch, Financial Manager, Frankfurt

Andrea Münch, Financial Manager, Frankfurt

Der überzeugten Frankfurterin liegt die Kunst in ihrer Stadt ganz besonders am Herzen. Ihre Verbindung zum Städel geht weit zurück. Die Eltern von Katja Ostermeyer hatten sich in der Städel-Abendschule kennengelernt. Seit ihrer Kindheit besuchte sie regelmäßig das Städel Museum. Für Katja Ostermeyer war es daher selbstverständlich, die Städel-Erweiterung zu unterstützen. So entstand ihre Idee zahlreiche Menschen – Freunde, Prominente und Künstler aus Frankfurt und der Region – gegen eine Spende für das neue Städel in den gelben Benefiz-Stiefeln zu fotografieren. Insgesamt hat die Fotografin 50 Personen porträtiert und ca. 2000 Euro gesammelt.

Moses Pelham, Musikproduzent, Frankfurt

Moses Pelham, Musikproduzent, Frankfurt

Die im Rahmen der Aktion entstandenen Fotografien werden vom 25. bis zum 28. Mai 2010 von 18 bis 20 Uhr in den blinc*studios (Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt) gezeigt. Die Eröffnung mit Musik von Ralf Hildenbeutel beginnt heute um 18 Uhr. Bei der Finissage am Freitag können sich die Gäste gegen eine Spende von 10 Euro selbst mit gelben Benefiz-Stiefeln fotografieren. Nach der Ausstellung werden die Fotografien ebenfalls zugunsten der Erweiterung verkauft – der Erlös aus dem Verkauf geht vollständig an das Städel.

Guido Imbescheidt, Druckerei Imbescheidt

Guido Imbescheidt, Druckerei Imbescheidt

Alle Fotos finden Sie hier.

Wir danken Katja Ostermeyer für ihr begeisterndes Engagement und natürlich auch allen Porträtierten für ihren Einsatz!

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und Kristin Westermann, Fundraising

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Einblicke hinter die Kulissen beim Stiefeltag

09.05.2010

Über 2.000 Besucher kamen am Samstag zum großen Stiefeltag ins Städel. Für besondere Begeisterung sorgte bei Erwachsenen und Kindern der Baustellerundgang – hier gab es spannende Einblicke in die Entstehung des neuen Städel. Aber auch das vielseitige Programm mit Expertengesprächen, Führungen und Workshops stieß auf großes Interesse. Besonderes Augenmerk lag natürlich auf den gelben Benefiz-Stiefeln: Sie waren überall zu sehen.

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Das ganze Museumsgelände war gestern geprägt von den gelben Benefiz-Stiefeln. Überall blitzte das auffällige Schuhwerk an den Füßen oder in Form des Stiefelpins an der Kleidung der Besucher. Insgesamt folgten über 2.000 Bürgerinnen und Bürger aus Frankfurt und der Region der Einladung zum großen Stiefeltag.

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Das vielfältige Programm begeisterte Kinder und Erwachsene. Vor allem der Rundgang auf der Städel-Baustelle ließ die Besucher staunen. Vom großen Interesse an der Entstehung des neuen Städel zeugten nicht zuletzt die zahlreichen Fragen der Besucher an die Architekten und Fachleuten, die an den einzelnen Stationen standen.

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Großen Zulauf fanden auch die abwechslungsreichen Workshops für Kinder. Inspiriert von der Baustelle entstanden kreative Architekturmodelle, individuelle Stiefelentwürfe wurden gefertigt und beim Gummistiefel-Hindernislauf für Vierfüßler kamen die Benefiz-Stiefel direkt zum Einsatz. Die Besucher nutzten Expertengespräche mit dem Direktor, den Kuratoren und Restauratoren, um sich über die verschiedenen Aspekte der Museumserweiterung zu informieren.

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Über den ganzen Tag verteilt wurde in abwechslungsreichen Führungen die Baugeschichte des Städel Museums erläutert, der Künstler Ernst Ludwig Kirchner und sein umfangreiches Œuvre vorgestellt und Besucher bekamen die einmalige Gelegenheit, einen Blick in das Depot zu werfen.

Alle Beteiligten – ob Besucher oder Mitarbeiter – waren von der Stimmung rund ums und im Museum begeistert. Hier ein paar Eindrücke von den Besuchern:

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„Ein fröhliches Fest auf der Baustelle unseres neuen Kunstzuhauses!“
Ralf Seidensticker mit Konstantin

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„Die Idee mit den gelben Stiefeln finde ich super – sie begegnen einem auch immer wieder in der ganzen Stadt.“ Anika Perlewitz mit Freya

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„Mich hat vor allem der Baustellenrundgang begeistert. Aus dieser Perspektive sieht man das Städel nie wieder.“ Christine Bodler

Weitere Eindrücke vom Tag finden Sie in unserer Fotogalerie zum Stiefeltag auf unserer flickr-Seite. Das  Video zum Stiefeltag können Sie ab nächster Woche auf dem Blog anschauen.

Wir danken allen Besuchern herzlich für Ihre großartige Unterstützung!

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und Kristin Westermann, Fundraising

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Großer Stiefeltag zur Städel-Erweiterung am 8. Mai 2010

28.04.2010

Mit einem vielfältigen Programm für alle Altersgruppen lädt das Städel Museum am 8. Mai 2010 von 10 bis 18 Uhr zum großen Stiefeltag ein. Neben Workshops für Kinder und zahlreichen Führungen geben Expertengespräche und Baustellenrundgänge spannende Einblicke in die Erweiterung des Städel Museums. Auch die gelben Gummistiefel spielen eine zentrale Rolle: Alle Besucher, die die Benefiz-Gummistiefel oder den Benefiz-Ansteckstiefel tragen, erhalten freien Eintritt am Stiefeltag.

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Zum großen Stiefeltag am 8. Mai ist die Städel-Baustelle für alle Besucher zugänglich. Der Baustellenrundgang mit den Architekten bietet von 11 bis 17 Uhr einen spannenden Einblick in die Bauarbeiten für die Städel-Erweiterung. An verschiedenen Stationen in der Baugrube zeigen Architekten und Ingenieure den Fortschritt der Baumaßnahmen – von der Anbindung des Neubaus an den Altbau und der Errichtung des Rohbaus bis hin zur Installation der Geothermietechnik zur Gewinnung von Erdwärme. Auch das 1:1-Modell eines einzelnen Oberlichtes im vorderen Städel-Garten ist Teil des Rundgangs.

Das Expertengespräch „Die Städel-Erweiterung – Einblicke, Ausblicke, Perspektiven“ um 14 Uhr mit Max Hollein, Direktor des Städel Museums, Dr. Martin Engler, Leiter des Sammlungsbereichs Kunst nach 1945, Dr. Felix Krämer, Leiter der Gemälde- und Skulpturensammlung 19. Jahrhundert und klassische Moderne, Stephan Knobloch, Leiter der Werkstatt für Gemälderestaurierung, Ruth Schmutzler, Leiterin der Werkstatt für Graphikrestaurierung, und Dr. Chantal Eschenfelder, Leiterin Bildung & Vermittlung, beleuchtet das Thema Museumserweiterung aus den verschiedenen Blickpunkten. Was gibt es für konservatorische Aspekte bei der Planung zu berücksichtigen? Welche kuratorischen Überlegungen spielen eine Rolle? Welche Chancen und Möglichkeiten bietet die Erweiterung des Städel Museums für das Vermittlungsprogramm? Mit Fragen wie diesen werden sich die Experten in der Gesprächsrunde auseinandersetzen.

Kinder und Familien, die selbst aktiv werden möchten, können ihrer Kreativität in einem der zahlreichen Workshops im Garten freien Lauf lassen. So bietet der Workshop „Das kleine Architekturbüro. Zeichnung – Entwurf – Modell“ Kindern die Möglichkeit, ihr eigenes kleines Museum zu planen. Die kreativen Einsatzmöglichkeiten der gelben Benefiz-Stiefel lassen sich beim Gummistiefel-Wettbewerb „Der große Wurf“ oder beim Gummistiefel-Hindernislauf für Vierfüßler erproben.

Bei den vielfältigen Führungen können Interessierte Wissenswertes zur Baugeschichte des Städel Museums erfahren oder einen Blick in das Depot werfen. In Führungen wie „Ein Künstler in Frankfurt: Ernst Ludwig Kirchner“, „Malerei als radikale Position. Kirchner und der Expressionismus“ oder „Kirchners Welt“ wird die Künstlerpersönlichkeit Ernst Ludwig Kirchner und sein umfangreiches Œuvre vorgestellt. Dem Maler, Grafiker und Bildhauer widmet das Städel vom 23. April bis zum 25. Juli 2010 eine umfangreiche Retrospektive.

Das ausführliche Programm zum Stiefeltag finden Sie hier. Vergessen Sie nicht, Ihre Benefiz-Stiefel mitzubringen – denn mit den Gummistiefeln oder dem Ansteckstiefel erhalten Sie am 8. Mai freien Eintritt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Frankfurt trainiert das neue Städel

09.03.2010

Am Wochenende kamen Städel-Unterstützer ins Schwitzen: Im Studio „Premiumpilates“ in Sachsenhausen wurde für das neue Städel trainiert.

Die Kursteilnehmerinnen testeten die gelben Benefiz-Stiefel im Einsatz.

Die Kursteilnehmerinnen testeten die gelben Benefiz-Stiefel im Einsatz.

Als Mitglied des Städelschen Museums-Vereins und Inhaberin eines Pilates-Studios in der Holbeinstraße hat sich Uta Gotschlich einen sportlichen und zugleich entspannenden Weg einfallen lassen, um das Städel Museum zu unterstützen: Am vergangenen Sonntag bot sie Pilates-Stunden zugunsten des Städel-Erweiterungsprojekts an. Über den Tag verteilt wurden 75-minütige Kurse angeboten – vom Pilates-Schnupper-
Training bis zum Fortgeschrittenenkurs. Die Kosten von 25 Euro pro Teilnehmer gingen komplett als Spende an das neue Städel. So konnten die Kursteilnehmer zugleich einen Beitrag für die Städel-Erweiterung leisten als auch etwas Gutes für ihre Gesundheit tun.

Das Engagement von Uta Gotschlich ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich jeder Einzelne an der Spendenkampagne beteiligen und mit einer kreativen Idee das neue Städel unterstützen kann. Frankfurt baut, backt, kickt, singt, tanzt, zockt, trinkt, fährt, läuft, malt und trainiert das neue Städel. Mit Ihrer Hilfe. Herzlichen Dank!

Sophia Athié, Leitung Fundraising

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Berner Stiftung kauft 1.000 Paar Benefiz-Stiefel für Kinder und Jugendliche der Frankfurter Förderschulen

05.03.2010

Die Berner Stiftung fördert das neue Städel mit dem Kauf von 1.000 Paar Benefiz-Stiefeln und verschenkt diese an Kinder und Jugendliche der Frankfurter Förderschulen. Gestern waren 60 Schüler im Städel, um ihr Paar entgegen zunehmen.

Die Schüler mit  Walter Rau (Stiftungsvorstand Berner Stiftung), Max Hollein (Direktor Städel Museum), Elisabeth Haindl (Stadträtin, CDU) und Pastor Lutz Heil (Stiftungsvorstand Berner Stiftung) (v.l.n.r)

Die Schüler mit Walter Rau (Stiftungsvorstand Berner Stiftung), Max Hollein (Direktor Städel Museum), Elisabeth Haindl (Stadträtin, CDU) und Pastor Lutz Heil (Stiftungsvorstand Berner Stiftung) (v.l.n.r)

Die Berner Stiftung hat 1.000 Paar der gelben Benefiz-Stiefel gekauft, dem Markenzeichen der Kampagne zur Erweiterung des Städel Museums. Die Stiftung leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für das Städel-Erweiterungsprojekt, sondern unterstützt zugleich Kinder und Jugendliche: Die Berner Stiftung verschenkt die gelben Gummistiefel an Schülerinnen und Schüler der Frankfurter Förderschulen. Sechzig Kinder und Jugendliche waren gestern mit ihren Lehrern ins Städel kommen, um die Gummistiefel entgegen zu nehmen.

Sofort schlüpften die Schüler in ihre gelben Benefiz-Stiefel.

Sofort schlüpften die Schüler in ihre gelben Benefiz-Stiefel.

Bei der Begrüßung in den Veranstaltungsräumen des Städel Museums übergaben Pastor Lutz Heil und Walter Rau, die Stiftungsvorstände der Berner Stiftung, Städel-Direktor Max Hollein einen Scheck über 20.000 Euro für den Erwerb der Benefiz-Stiefel. Die Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG hat für diese Aktion ihr umfangreiches Engagement noch einmal ausgeweitet und produziert neben den Gummistiefeln für Erwachsene auch die Benefiz-Stiefel für Kinder. Somit kommt der Betrag in Gänze dem Städel-Erweiterungsprojekt zugute.

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Anschließenden konnten sich die Kinder und Jugendlichen im Museum über das Erweiterungsprojekt informieren und bei einem Workshop kreativ werden – natürlich in gelben Gummistiefeln. Alle Beteiligten wurden von der Begeisterung der Schüler und deren Freude über den Museumsbesuch angesteckt. Stolz hatten die Kinder und Jugendlichen ihre Kunstwerke präsentiert und die frisch gemalten Bilder zusammen mit den Benefiz-Stiefeln nach Hause mitgenommen.

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Die Frankfurter Berner Stiftung zur Förderung und Unterstützung, Bildung und Ausbildung von kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen möchte mit dieser Aktion ihrem Stiftungsmotto Teil-geben und Teil-nehmen entsprechend darauf aufmerksam machen, dass sowohl Förderschüler als auch kranke und behinderte Kinder interessierte Museumsbesucher sind und ein Zeichen für das neue Städel setzen können.

Die Berner Stiftung

Die Berner Stiftung wurde 2003 aus dem Privatvermögen von Dr. Wolfgang Berner und seiner Frau Sigrid Berner errichtet. Die gemeinnützige Stiftung fördert und unterstützt kranke und behinderte Kinder und Jugendliche in Frankfurt am Main und Umgebung. Den Stiftungszweck legte das Ehepaar nach dem frühen Tod ihrer Tochter fest. Zu den geförderten Institutionen zählen die Frankfurter Förderschulen Viktor-Frankl-Schule, Mosaikschule, Kasinoschule, Karl-Oppermann-Schule, Johann-Heinrich-Wichern-Schule und die Charles-Hallgarten-Schule. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung des Diakonischen Werks Frankfurt am Main der Evangelischen Kirche von Hessen-Nassau. Dazu gehört seit 2005 die regelmäßige Unterstützung der mobilen Kinderkrankenpflege Frankfurt. Das FeM-Mädchenhaus, eine Einrichtung, die Mädchen und jungen Frauen Zuflucht gewährt sowie Beratung und einen Mädchentreff anbietet, förderte die Stiftung 2009 durch die Beteiligung an der Finanzierung des Projektes „Fit for Fun“. Die pädagogische Frühförderung von blinden und sehbehinderten Kindern des Diakonischen Werks Frankfurt wird ebenfalls mit Stiftungsleistungen unterstützt.

Wir danken der Berner Stiftung herzlich für die großzügige Unterstützung, mit der sie gleich zweifach Gutes tut!

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und Kristin Westermann, Fundraising

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Prominente Stiefelträger: Dirigent Andrea Marcon mit gelben Gummistiefeln im Städel

12.02.2010

Am Sonntag findet in der Oper Frankfurt die Premiere von Vivaldis „Orlando furioso“ unter der musikalischen Leitung von Andrea Marcon statt. Vorab war der Dirigent in gelben Benefiz-Stiefeln zu Gast im Städel.

Artikel_Stiefelträger Marcon

In der Oper Frankfurt steht im Februar und März Vivaldis Oper „Orlando furioso“
(Der rasende Rolando) unter der musikalischen Leitung von Andrea Marcon auf dem Programm. Vor der Premiere am Sonntag, den 14. Februar besuchte der Dirigent die Botticelli-Ausstellung und setzte zugleich ein deutliches Zeichen für das neue Städel: Er zog die gelben Benefiz-Stiefel an. Seit Jahren besucht Andrea Marcon das Städel regelmäßig und hat sich dabei intensiv mit der Sammlung des Museums beschäftigt. Von den Plänen für den neuen Museumsanbau ist der italienische Dirigent begeistert. Das Engagement für die Städel-Erweiterung ist für ihn daher selbstverständlich.

Biographie
Der italienische Organist, Cembalist, Dirigent und Musikwissenschaftler Andrea Marcon ist einer der anerkanntesten Musiker und Spezialisten für frühe italienische Musik. Er war Cembalo- und Orgelschüler von Vanni Ussardi, studierte an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jean-Claude Zehnder, Jesper Christensen und Jordi Savall und besuchte Meisterkurse bei Luigi Ferdinando Tagliavini, Hans van Nieuwkoop, Harald Vogel und Ton Koopman. Von 1983 bis 1997 war er in seiner Heimatstadt Treviso Cembalist und Organist bei dem historisch orientierten Ensemble Sonatori de la Gioiosa Marca, rief das Festival Città di Treviso ins Leben und kümmerte sich außerdem um die sorgfältige Restaurierung mehrerer in der Stadt existierender Orgeln. Er war Preisträger des Bach-Händel-Wettbewerbes in Brügge (1985), des Orgelwettbewerbes Paul Hofhaimer in Innsbruck (1986) und des Cembalowettbewerbs in Bologna (1991). Für einige seiner Orgelaufnahmen wurde Marcon ausgezeichnet, u. a. erhielt er 1996 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Antonio Vivaldi Record Award. Mit dem 1997 von ihm gegründeten Venice Baroque Orchestra führt Marcon 1998 Francesco Cavallis L’Orione, 2000 Georg Friedrich Händels Siroe und 2001 Domenico Cimarosas L’Olimpiade auf. Seit 2002 dirigiert er das Orchester, das sich der Aufführung barocker Opern widmet, bei zahlreichen internationalen Auftritten. An der Frankfurter Oper dirigierte Marcon 2004 Händels Ariodante. Mit den Pianistinnen Katia und Marielle Labèque führte er 2005 Bachs Cembalokonzerte auf. Seit 1997 unterrichtet Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Cembalo und ist außerdem als Gastdozent am Sweelink Conservatorium in Amsterdam tätig. Seit Beginn der Saison 2007/2008 ist er im Team mit Michael Sanderling Künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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