Aktuelles von der Städel-Baustelle
05.07.2010
Zuletzt konnten Sie sich beim großen Stiefeltag am 8. Mai einen Eindruck vom Baufortschritt verschaffen. Die Arbeiten am Rohbau sind seitdem zügig voran gegangen, was die aktuellen Aufnahmen von der Baustelle anschaulich zeigen.
Bereits Anfang Mai wurde der erste Abschnitt der Bodenplatte entlang des Ausstellungshauses gegossen. Dieser Teil der Platte konnte zum Stiefeltag am 8. Mai von den Besuchern erstmals begangen werden.
Im Anschluss wurden in diesem Bereich in den vergangenen Wochen die Außenwände sowie die Zwischenwände erstellt. Letztere trennen den Umlauf für die Versorgungs- und Fluchtwege von den Ausstellungsräumen.
Parallel zur Erstellung der Wände im ersten Abschnitt wurde entlang des Gebäudes der Städelschule der nächste Abschnitt der Bodenplatte gegossen. Aktuell ist damit gut die Hälfte der gesamten Bodenplatte fertig gestellt. Auch die Errichtung der Außenwände und der Zwischenwand für den Umlauf ist in diesem Bereich in vollem Gange.
Wegen der hohen Nutzungsanforderung der Räume des Erweiterungsbaus wird die sogenannte „weiße Wanne“ (wasserundurchlässiges Bauwerk) zusätzlich durch eine außen liegende Spezialfolie sowie im Bereich der Pfahlköpfe durch angeordnete Betonitmatten abgedichtet.
Der Gartenflügel wird in den Planungen mit großer Sorgfalt in das neue Tragsystem eingebunden. Über den Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Bau wird der Erweiterungsbau erschlossen und angebunden werden. Da die Fundamentsohle des neuen Anbaus tiefer liegt, als die des Altbaus, muss das Fundament des historischen Baus unterfangen werden. Zunächst wurden im März die Decken des Metzler-Saals im Gartenflügel und des davor liegenden Alten Foyers entfernt. Für die Unterstützung und Sicherung des Gebäudes werden mittels Hochdruckinjektion präzise ins Erdreich eingeschnittene Wände und Kleinbohrpfähle erstellt. Die Arbeiten zum Unterfangen des Fundaments werden Ende September abgeschlossen sein.
Die vorhandene historische Bausubstanz wird während der Bauzeit mit einer zusätzlichen temporären Stahlkonstruktion versteift und abgefangen, damit die Räume, die den Altbau mit dem Erweiterungsbau verbinden werden, errichtet werden können.
Bereits in dieser Woche wird der erste von vier Teilen der geschwungenen Deckenschale im Bereich entlang des Ausstellungshauses auf ein Hilfsgerüst aufgesetzt. Über diesen spannenden Moment werden wir natürlich auch hier im Blog berichten.
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit






















