Barbara Klemms Museumsfotografien in der Videoreihe „Kunst nach 1945“
26.07.2011
Für unsere Videoreihe „Kunst nach 1945“, in der wir regelmäßig Werke aus der Sammlung der Gegenwartskunst im Städel vorstellen, haben wir die Fotografin Barbara Klemm im Atelier besucht und sie beim Fotografieren auf der Städel-Baustelle begleitet. Barbara Klemm spricht anhand von sechs einzigartigen Museumsfotografien, die im Rahmen der Übergabe von über 200 Werken aus der DZ BANK Kunstsammlung in die Sammlung des Städel kommen, über ihre Arbeitsweise.
Lineare Formen, eine gute Komposition und die Modulation in der Dunkelkammer, darauf kommt es der Frankfurter Fotografin an, die ausschließlich analoge Schwarzweiß-Aufnahmen macht. Neben diesen allgemeinen Grundideen ihrer Arbeit erzählt Barbara Klemm im Film auch von den ganz spezifischen Momenten, die sie in der Neue Tretjakowgalerie in Moskau, im Jüdischen Museum in Berlin oder im spanischen Pavillon von Santiago Sierra auf der Biennale von Venedig mit ihrer Kamera einfängt und verdichtet.
Biographie
Barbara Klemm wurde 1939 in Münster geboren. Der Vater Fritz Klemm, Maler und Professor an der Karlsruher Kunstakademie, weckte ihr Interesse an Fotografie. 1959 begann sie im Fotolabor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu arbeiten und prägte die Zeitung von 1970 bis 2005 als Redaktionsfotografin. Klemms Schwarzweiß-Fotografien wurden in unzähligen Zeitschriften und Wochenzeitungen publiziert, ihre Arbeiten sind außerdem in vielen renommierten Kunstsammlungen und internationalen Ausstellungen vertreten. Barbara Klemm wurde mit wichtigen Preisen ausgezeichnet, darunter der Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.
Im Auftrag der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung fotografierte Barbara Klemm bereits Anfang des Jahres die Städel-Baustelle, den Blog-Beitrag dazu kann man hier nochmals nachlesen.
Miriam Fuchs, Filmredakteurin


Zum Video