Ein Hörbuch für das neue Städel – Die Artscapes-Gruppe auf der Baustelle

07.04.2011

Wir sind Yasmin, Jacob und David – die Blogger von Artscapes. Artscapes ist eine Gruppe von ausgewählten Jugendlichen, die ein Hörbuch für Kinder und Jugendliche für das neue Städel erstellen. In regelmäßigen Abständen werden wir berichten, was wir so gemacht haben, und nehmen das für Euch auf.

Die Artscapes Teilnehmer

Bevor wir im Sommer letzten Jahres mit der Arbeit am Hörbuch anfangen durften, haben wir uns beim Städel beworben und wurden dann zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Die war eigentlich ganz einfach, denn wir mussten nur ein bisschen kreativ sein. Wir sind alle zwischen 12 und 16 Jahre alt und treffen uns jeden Freitagnachmittag im Städel. Dort schreiben wir das Drehbuch, außerdem machen wir Interviews mit den Mitarbeitern aus den verschiedenen Abteilungen des Städel, fotografieren, nehmen alles auf und bearbeiten die Ergebnisse hinterher. Es ist schön in der Gruppe zu arbeiten und neue Dinge über das Museum zu erfahren.

Alle sind ganz konzentriert bei der Sache.

Meistens beschäftigen wir uns gemeinsam mit einem spannenden Thema, zum Beispiel mit der Architektur des Städel und seinem Umbau oder mit den Kunstwerken. Jeder einzelne übernimmt aber auch verschiedene Spezialaufgaben: der eine schneidet, während der andere Umfeld-Geräusche, sogenannte Atmos, aufnimmt, einer interviewt, während der andere eine Reportage vorbereitet. Das läuft nicht immer ganz glatt und manchmal nervt es, wenn was nicht gleich funktioniert, aber die meiste Zeit haben wir viel Spaß.

Louisa interviewt den Bauleiter Hans Eschmann.

Letztes Mal waren ein paar von uns auf der Baustelle, im neuen Rohbau unter der Erde. Ein Security-Mann hat uns begleitet, damit wir nichts Dummes anstellen. Haben wir natürlich nicht. Wir durften überall rumlaufen, auch da, wo die Bauarbeiter arbeiten. Das war toll, wir waren ganz nah dran. Der Neubau sieht echt klasse aus: ein riesiger, dunkler und kalter Raum mit 12 Säulen. Im Nebenraum konnte man sehen, wie die Bauarbeiter ein Metall-Gerüst aufbauen.

Nico, Yasar, Yasmin und Valeria auf der Baustelle.

Wenn Ihr mehr über die Baustellenbesichtigung erfahren möchtet, hört Euch unseren Audiobericht an. Wir hoffen es gefällt Euch.


Ein Hörbuch für das neue Städel – Die Artscapes-Gruppe auf der Baustelle from Städel Museum on Vimeo.

Yasmin, Jacob und David, Artscapes Städel Museum

Artscapes ist eine Zusammenarbeit von Städel Museum, Karg-Stiftung, Stiftung Zuhören des Hessischen Rundfunks und Horncastle – Verlag.

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Städel erhält bedeutende Foto-Sammlung

24.03.2011

Historische Fotografien, Seite an Seite mit Gemälden und Skulpturen – eine derartige Sammlungspräsentation hat es bisher in deutschen Museen nicht gegeben. Mit dem jüngst vom Städelschen Museums-Verein mit finanzieller Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Hessischen Kulturstiftung getätigten Ankauf der Fotografie-Sammlung von Uta und Wilfried Wiegand erhält das Städel die einzigartige Gelegenheit, Fotografie im Zuge der Neupräsentation der Sammlung der Moderne als integralen Bestandteil der Kunstgeschichte zu präsentieren. Ein Teil der Sammlung gelangte zudem als Schenkung des Ehepaars Wiegand in die Bestände des Museums. Die Sammlung Wiegand gehört zu den bedeutendsten Fotografie-Sammlungen und umfasst über 200 Arbeiten, darunter herausragende Einzelwerke von der Frühzeit der Fotografie über den Piktorialismus der Jahrhundertwende bis hin zur klassischen Moderne. Das Konvolut ist eine perfekte Ergänzung zu den 200 Werken der zeitgenössischen Fotografie, die das Städel 2008 aus der renommierten DZ BANK Kunstsammlung erhalten hat.

Edward Steichen, Modefoto, 1931

Das Ehepaar Wiegand sammelten seit den 1970er-Jahren Fotografien. Ihre unvergleichliche Sammlung zeigt die Entwicklung des Mediums beginnend mit den ersten Fotografien aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Vertreten sind viele internationale Ikonen der Fotografiegeschichte, wie zum Beispiel Eugène Atget, Brassaï, Julia Margaret Cameron, André Kertész, Edward Steichen oder Alfred Stieglitz, um nur einige zu nennen. Schwerpunkte der Sammlung Wiegand sind Landschafts- und Architekturaufnahmen des 19. Jahrhunderts, Stadtansichten, Künstlerporträts, Reisefotografien sowie Aufnahmen archäologisch bedeutender Orte, die zunehmend an die Stelle der Reproduktionsgraphik traten.

Cecil Beaton, Lilian Gish

Durch den Erwerb der Sammlung Wiegand kann das Städel Museum ganz neue Bezüge innerhalb der eigenen Sammlung herstellen. So ist beispielsweise August Sanders Fotografie, die Otto Dix gemeinsam mit seiner Frau zeigt, ein perfektes Pendant zu Dix’ Gemälde seiner Familie, welches sich bereits in der Sammlung des Städel befindet.

Jedes Bild wird genau untersucht und sein Zustand von der Restauratorin Aimee Ducey-Gessner protokolliert.

Für den Transport wird das Rahmenglas mit Folie geschützt, dahinter verbirgt sich eine Fotografie von Dora Maar.

Zahlreiche Holzkisten mit den Fotografien wurden vor kurzem im Städel angeliefert. Die Bilder wurden von unseren Restauratoren genauesten begutachtet und alle Zustandsdetails in ein umfassendes Protokoll eingetragen. Anschließend wurden die Fotografien inventarisiert und bis zu ihrer Präsentation in der Sammlung der Moderne in den Depots des Hauses archiviert.

Städel-Kurator Dr. Felix Krämer und Ruth Schmutzler, Leiterin der Werkstatt für Graphikrestaurierung, begutachten die Fotos.


Dr. Felix Krämer mit dem Sammler Prof. Dr. Wilfried Wiegand.

Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Wilfried Wiegand befasst sich seit etwa 40 Jahren mit Fotografie. Der ehemalige Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb mehrere Bücher zur Geschichte der Fotografie und erhielt als anerkannter Foto-Experte im Jahre 2005 den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

Gustave Le Gray, Salut der französischen Flotte vor Cherbourg, 1858

Erstmals bewundern kann man die Sammlung Wiegand ab 17. November 2011 im Rahmen der Neupräsentation der ständigen Sammlung der Moderne, die im Altbau des Städel eröffnet wird.

Dr. Felix Krämer, Sammlungsleiter Moderne im Städel Museum

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Abbau von Anselm Kiefers bleischwerer „Palette mit Flügeln“

17.08.2010

Nachdem bereits im September vergangenen Jahres Anselm Kiefers Werk „Heereszüge Alexanders des Großen“ in einer logistischen Meisterleistung vom Metzlersaal in unsere Gemäldedepots transportiert wurde, ist nun eine weitere Arbeit des Künstlers auf Grund der aktuell stattfindenden Baumaßnahmen im Städel-Altbau abgebaut worden: die „Palette mit Flügeln“.

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Über 300 Kilo wiegt die „Palette mit Flügeln“ von Anselm Kiefer. Die 1985 vom Künstler aus Blei, Stahl und Zinn gefertigte Arbeit war bis zuletzt in den großzügigen Räumen des Restaurants Holbein’s im Städel platziert. Dort wurde das Werk nun wegen Bauarbeiten im Altbau von einem fünfköpfige Spezialteam des Logistikunternehmens Schenker in enger Zusammenarbeit mit der Restaurierungsabteilung und dem Ausstellungsdienst des Städel fachgerecht abgebaut und sicher in die Museumsdepots transportiert. Neben dem Gewicht der Skulptur stellten vor allem der viereinhalb Meter hohe Sockel und die Spannweite der Flügel von sieben Metern die besonderen Herausforderungen beim Abbau dar.

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Zunächst wurde ein Spezialkran – geeignet für die begrenzte Raumsituation und stark genug für Kiefers Blei-Werk – über eine eigens errichtete Rampe auf das Bodenniveau des Sockels transportiert. Ausfahrbare Stützen sorgten für den richtigen Halt des Lastenkrans.

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Im nächsten Schritt wurden unter größter Vorsicht rechts und links der Palette Transportbänder um das Kunstwerk gelegt und an den Haken des ausgefahrenen Kranarmes befestigt.

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Behutsam wurden die Gurte unter Spannung gebracht und die „Palette mit Flügeln“ aus der Verankerung gehoben, um sie langsam nach unten abzulassen.

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Mit Gurten wurde das Werk zu beiden Seiten austariert, um ein Drehen in der Luft im Moment des freien Schwebens zu verhindern.

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Sicher auf Holzpaletten aufgelegt, wurden anschließend die Flügel von der Palette abmontiert, um so den weiteren Transport in die Städel-Depots der im Ganzen 2,5 m x 7m x 1,4 m großen Skulptur möglich zu machen.

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Bis zur großen Eröffnung des neuen Städel im Herbst 2011 wird die „Palette mit Flügeln“ dort zwischengelagert.

Anselm Kiefers „Palette mit Flügeln“ (1985)

Das Motiv der Palette führte Kiefer bereits in den 1970er-Jahren in seiner Malerei ein. Als geflügelte Palette behandelt er sie erstmals 1974 im Bild „Resumptio“, elf Jahre später ist sie das Thema dieser ersten Bleiskulptur. Das Motiv der ausgebreiteten Flügel erinnert an die Nike-Darstellungen des 19. Jahrhunderts, deren Ausführung von 1853 bis 1857 auf der ehemaligen Berliner Schloßbrücke Kiefer in sein Buch symboles héroïque aufnahm. Damit wäre das Motiv ein Hinweis auf die heilbringende Macht der Kunst, die jedoch durch das schwer lastende Gewicht der Bleiflügel und ihre lädierte Form eher vom Gegenteil zeugen.

Stephan Knobloch, Leiter der Werkstatt für Gemälderestaurierung

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Affentor näht das neue Städel

07.05.2010

Affentor Taschen werden von jungen Designern entworfen und von ehemals langzeitarbeitslosen Frauen handgenäht. Im Frankfurter Raum besitzen sie bereits Kultstatus. Mit einer limitierten Sonderedition unterstützt Affentor nun den Erweiterungsbau. Die Benefiz-Taschen werden im Städel erstmals am Samstag beim großen Stiefeltag verkauft. Wir waren zuvor in der Affentor-Schneiderei und haben den Näherinnen bei der Arbeit über die Schultern geschaut.

Die fertige Benefiz-Tasche

Die fertige Benefiz-Tasche

Affentor Frankfurt unterstützt die Städel-Erweiterung mit einer Benefiz-Tasche. Für die auf 213 Stück limitierte Sonderedition wurde einem Taschenmodell des aktuellen Sortiments ein neues Gewand verliehen. Auf der Vorderseite der Umhängetasche ist das Logo der Städel-Spendenkampagne als bunte Stickerei aufgegriffen, in der Innenseite ist die gestickte Aufschrift „Affentor näht das neue Städel“ zu lesen. Die Tasche gibt es für 79,90 Euro in den Farben Braun, Anthrazit und im schwarz/weißen Pfeffer und Salz. Ein Teil des Erlöses kommt dem neuen Städel zugute.

Die Affentor-Schneiderei

Die Affentor-Schneiderei

Sie unterstützen mit dem Kauf der Tasche jedoch nicht nur die Städel-Erweiterung: Affentor Frankfurt ist ein junges Projekt der Werkstatt Frankfurt e. V. von Frauen für Frauen. Die Werkstatt Frankfurt ist ein gemeinnütziger Verein, der eine Vielzahl sozialer Projekte betreibt. Mit dem Frauenprojekt Affentor Frankfurt wird langzeitarbeitslosen Frauen der Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglicht. 25 Frauen können sich in der hauseigenen Manufaktur in den Berufen „Modenäherin“ oder „Modeschneiderin“ bis zum Berufsabschluss qualifizieren. Durch die Zusammenarbeit mit ausgesuchten Nachwuchs-Designerinnen und Designern werden diese darin unterstützt, ihre Ideen umzusetzen und zu verkaufen.

Die angehenden Näherinnen fertigen nicht nur die Entwürfe an, sondern schneidern auch das fertige Produkt – natürlich von Hand. Bei der Entstehung der Benefiz-Tasche fürs neue Städel waren wir in der Schneiderei dabei.

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In Millimeterarbeit werden zunächst die zahlreichen einzelnen Elemente genäht – vom Innenfutter bis zum Henkel.

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Anschließend wird die Klappe der Tasche – bestens vorbereitet mit den schönen Stickereien auf Innen- und Außenseite – an die Außenhülle angenäht und das Futter mit der Innentasche eingenäht.

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Im letzten Schritt der Näharbeiten wird der Henkel der Umhängetasche angebracht. Dann wird die Tasche noch einmal gebügelt und fertig ist die Benefiz-Tasche.

Die limitierte Edition wird im Affentor Frankfurt Flagship Shop (Fahrgasse 23, 60311 Frankfurt am Main), auf www.affentor.de, im Museumsshop des Städel Museums (Holbeinstraße 1, 60596 Frankfurt am Main) und im Städel-Onlineshop verkauft.

Eine erste Gelegenheit für den Kauf der Benefiz-Tasche bietet sich auch morgen beim großen Stiefeltag!

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Hinter den Kulissen: Dr. Martin Engler berichtet von der Sotheby’s-Auktion für zeitgenössische Kunst in London am 10. Februar 2010

17.02.2010

Vergangene Woche besuchte Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter für Kunst nach 1945 im Städel Museum, die Sotheby’s-Auktion für zeitgenössische Kunst in London. Grund dafür war die Versteigerung von knapp 50 Werken der „Zero“-Bewegung aus der renommierten Sammlung Lenz Schönberg, die bei dieser Auktion unter den Hammer kamen. Bereits Anfang der 1970er-Jahre wurden vom damaligen Städel-Direktor Klaus Gallwitz wichtige Werke wie das Nagelbild Günther Ueckers, das Achrome Piero Manzonis, Rafael Jesús Soto „Vibration“ oder Lucio Fontanas „Concetto Spaziale“ aus dieser Sammlung für das Städel erworben. Martin Engler ist zwar angesichts der Rekordpreise, die die Werke erzielten, ohne Kunst, dafür aber mit einem interessanten Resumeé zurückgekehrt.

Günther Uecker, Organische Struktur, 1962, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

In der Sammlung des Städel Museums: Günther Uecker, Organische Struktur, 1962, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Die gute Nachricht zuerst: Die „Zero“-Sammlung des Städel Museums ist über Nacht – besser gesagt zwischen 18 und 20 Uhr des vergangenen Mittwochs – nicht unwesentlich im Wert gestiegen. Die weniger gute Nachricht: leider konnten wir keine neuen Werke für unsere Sammlung ersteigern. Schon zu behaupten, dass wir zu den „Unterbietern“ gehört hätten, wäre vermessen. Bei dieser Auktion nämlich wurden vollkommen neue Maßstäbe zur Bewertung wichtiger Zero-Künstler gesetzt. Insgesamt erzielten die knapp 50 Arbeiten aus der Sammlung des Ehepaares Anna und Gerhard Lenz, die früher im Kronberger Ortsteil Schönberg im Taunus gelebt haben, umgerechnet 26,2 Millionen Euro – und somit doppelt so viel wie erwartet. Vor allem der Endpreis von fast 940.000 Euro für ein Spitzenwerk von Günther Uecker versetzte das Parkett in Aufregung. Aber auch Otto Piene, Heinz Mack, Enrico Castellani, Jan Schoonhoven, Jesús Rafael Soto, selbst unbekanntere Zero-Künstler wie Christian Megert oder Herman De Vries erzielten Traum- und gelegentlich sogar Mondpreise.

Victor Vasarely (1906-1997), Fugue, 1958/60, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Victor Vasarely, Fugue, 1958/60, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Aber immerhin wurde einer der jüngsten Ankäufe des Städel Museums, der mit Hilfe des Städelkomitee 21. Jahrhundert getätigt wurde, durch diese außergewöhnliche Auktion als richtig und vorausschauend bestätigt. Ein Werk von Victor Vasarely – etwas größer als unser 2009 erworbenes Gemälde „Fugue“, aber zeitlich und stilistisch absolut vergleichbar – erzielte bei der Auktion den unglaublichen Preis von knapp 650.000 Euro. Dieser Preis liegt um ein Vielfaches über dem, den wir im Vorjahr auf der TEFAF in Maastricht, der wichtigsten klassischen Messe für Kunst und Antiquitäten, für unser Werk bezahlt haben.

Ob wir jetzt schon wieder auf eine neue Spekulationsblase zusteuern, wird sich zeigen. Offensichtlich ist aber, dass nicht mehr der Käufer, sondern der Verkäufer den Preis bestimmt. Der Traum von einem sich etwas abkühlenden Kunstmarkt, scheint ausgeträumt, zumindest was hochwertige, museumsreife Kunst angeht.

Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Kunst nach 1945

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Der Städel-Film zur Erweiterung ist abgedreht

03.09.2009

Die wochenlangen Dreharbeiten für den Film zur Städel-Erweiterung sind abgeschlossen. Produzenten, Städel-Mitarbeiter und Protagonisten haben gemeinsam Spannendes erlebt. Die „Weltpremiere“ des Films wird bei unserem großen Spatenstichfest am Sonntag gezeigt. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zusammen den Auftakt der Erweiterung zu feiern.

Im Städel fiel gestern die letzte Klappe für den Film zur Städel-Erweiterung. Gemeinsam mit dem Filmteam von G + K Filmproduktion, Frankfurt, die dieses Filmprojekt pro bono für das Städel Museum realisiert haben, wurde in den letzten sechs Wochen akribisch daran gearbeitet, das Städel in seinen zahlreichen Facetten vorzustellen und das Erweiterungsprojekt filmisch in Szene zu setzen.

Das Filmteam von G + K

Das Filmteam von G + K

 

„Wir kommen mit kleinem Equipment!“

Zunächst mussten verschiedene Konzepte diskutiert, passende Drehorte gesucht, Drehpläne aufgestellt, und Interviewtermine vereinbart werden. Als das Filmteam schließlich zu ersten Filmaufnahmen mit angekündigtem „kleinen Filmequipment“ im Museum erschien und in der Galerie Schienen für den sogenannten Dolly verlegte, zahllose Scheinwerfer aufbaute und neben Regisseur Rainer Gehrisch und Kameramann Ben Gabel noch Beleuchter, Kamera- und Tonassistenten sowie Kabelträger anrückten, wurde klar – das wird ein außergewöhnlicher Film, der hier für das Städel entsteht!

Städelmitarbeiter bei der Arbeit für das Erweiterungsprojekt

Städelmitarbeiter bei der Arbeit für das Erweiterungsprojekt


Viele Stimmen für das Städel

Ins Bild gesetzt wurde Direktor Max Hollein, der erläutert, warum die Sammlungserweiterung im Bereich der Kunst nach 1945 für das Städel so wichtig ist. Die Architekten Till Schneider und Michael Schumacher ließen sich in ihrem Büro über die Schulter blicken, Restauratoren öffneten Werkstätten und Depots, Mitarbeiter ihre Büros, Frankfurterinnen und Frankfurter erzählten, warum ihnen das Städel wichtig ist.

Filmdreh mit High-Speed-Kamera

Filmdreh mit High-Speed-Kamera


Filmdreh mit High-Speed-Kamera

Ein Highlight während der Dreharbeiten war der Einsatz der High-Speed-Kamera, die bis zu 1000 Bilder pro Sekunde drehen kann, während eine Standardkamera nur 25 Bilder pro Sekunde aufnimmt. Mit der Spezialkamera entstanden so Filmsequenzen in extremer Zeitlupe, die eine ganz besondere Bildästhetik aufweisen. Die fünf Kinder mussten die Treppen zum Städel einige Male hinauf und hinunter rennen, bis Rainer Gehrisch das perfekte Bild „im Kasten“ hatte.

Eine besondere Perspektive auf Frankfurt

Eine besondere Perspektive auf Frankfurt

 

Eine besondere Perspektive auf Frankfurt

Einen spektakulären Blick auf Frankfurt konnten wir an einem an sich nicht zugänglichen Drehort einfangen: Bei strahlendem Sonnenschein hat sich Nikolaus Schweickart, der Vorsitzende der Administration, auf das Museumsdach gewagt – und die kleine Kletterpartie hat sich gelohnt!

Marijke Gassen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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