Fünfter Teil der Serie zur Baugeschichte des Städel Museums: Das Ausstellungshaus

14.01.2011

Die erste Erweiterung des Städel Museums – den Anbau des Gartenflügels – haben wir bereits in der Baugeschichts-Serie vorgestellt. Über die zweite Erweiterung Anfang der 1990er-Jahre erfahren Sie heute mehr.

Blick auf den Anbau von Gustav Peichl vom Städel-Garten, rechts der historische Gartenflügel.

Die Architektur des Baus von Gustav Peichl
Der Architekt Gustav Peichl gewann 1987 den Wettbewerb für den Erweiterungsbau. Entsprechend der Wettbewerbsausschreibung entwarf er einen längsrechteckigen Bau, der sich parallel zur Holbeinstraße an der Westseite des Städel-Gartenflügels anschließt. Zur Erschließung des Anbaus wurden zwei Zugänge vorgesehen: einer zum Gartenflügel auf Höhe des ersten Geschosses sowie ein separater Eingang zur Holbeinstraße im Erdgeschoss .

Das Eingangsportal in der Holbeinstraße.

Nach Fertigstellung des Gartenflügels im Jahr 1921 erreichte das Städel Museum
70 Jahre danach erneut seine räumlichen Grenzen. Ein weiterer Anbau an der Holbeinstraße sollte zusätzlichen Raum für Sonderausstellungen und die Unterbringung der Bestände des 20.Jahrhunderts schaffen.

Die monumentale Fassade besteht aus glattem, weißem Marmor. Die durchgehend gequaderten Flächen werden durch verschiedene Fenster unterbrochen –  eine Reihe aus neun rechteckigen Fenstern, zwei Lichtöffnungen und ein rundes Fenster an der Stirnseite zum Main, die Fensterreihe wiederholt sich  über dem Eingangsportal zur Holbeinstraße.

Die schräg abschließende Südseite des Anbaus.

Das Eingangsportal setzt sich allein durch das Material Eichenholz stark von der Marmorfassade ab. An der Südseite, die das Gebäude schräg abschließt, befindet sich ein kleiner Eingang im Erdgeschoss, der vor allem für Anlieferungen vorgesehen ist.

Das Eingang-Foyer des Ausstellungshauses.

Der nördliche Teil des Gebäudes Richtung Mainufer verfügt über einen kreisförmigen Deckendurchbruch durch alle Geschosse – mit offenen, kreisförmigen Balustraden im ersten und zweiten Geschoss. So kann durch die Lichtkuppel Tageslicht einfallen. Ausgangspunkt des Foyers bildet ein klassisches Stützenrondell – ausgelegt mit schachbrettartigem Steinfußboden. Von dort erstreckt sich eine Halle über die gesamte Länge des Gebäudes, die Raum für Wechselausstellungen bietet. Treppen führen vom Foyer hinauf in das erste Obergeschoss zu weiteren Ausstellungsräumen. Der Peichl-Bau wurde am 15. Oktober 1990 eröffnet – nach einer knapp zweijährigen Bauphase.

In den letzten Jahren war das Gebäude vor allem als Schauplatz für umfangreiche und publikumsstarke Sonderausstellung, wie zuletzt „Botticelli“ oder „Ernst Ludwig Kirchner. Die Retrospektive“. Derzeit ist im Ausstellungshaus die Sammlungspräsentation „Die Chronologie der Bilder. Städel-Werke vom 14. bis 21. Jahrhundert“ zu sehen. Die Ausstellung ermöglicht einen neuen, ungewohnten und oftmals überraschenden Blick auf bekannte sowie noch zu entdeckende Meisterwerke des Städel und macht damit Teile der Städel-Sammlung auch während der Sanierungsarbeiten im Altbau erlebbar.

Gudrun Herz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit













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Das Städel feiert Richtfest

25.11.2010

Nur 15 Monate nach dem ersten Spatenstich konnte heute im Städel Museum das Richtfest für den Erweiterungsbau zur Präsentation der Kunst nach 1945 gefeiert werden. Mit der fristgerechten Fertigstellung des 3.000 qm umfassenden unterirdischen Rohbaus ist ein weiterer Meilenstein der Bauarbeiten im Städel Museum erreicht. Insgesamt wurden bisher rund 1.300 Kubikmeter Beton und 330 Tonnen Stahl verarbeitet sowie insgesamt 1800 LKWs mit Erde abtransportiert. Nach Festreden von Direktor Max Hollein, Frankfurts Oberbürgermeisterin Dr. h. c. Petra Roth sowie dem Architekten Prof. Michael Schumacher sprach der Oberpolier der Baustelle, Uwe Nothaft, den traditionellen Richtspruch vor rund 400 Gästen.

Der „gummigestiefelte“ Richtkranz schwebt über der Städel-Baustelle

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Städel-Direktor Max Hollein bedankte sich in seiner Festrede für die „gute Zusammenarbeit aller beteiligten Partner: der Architekten, der Tragwerks- und Haustechnikplaner sowie der Projektsteuerer, der zahlreichen Baufirmen wie deren Mitarbeiter und nicht zuletzt der Städel-Mitarbeiter, die ebenfalls in vielen Bereichen in die Planung involviert sind.“

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„Wir können sehr stolz auf Frankfurt und seine Bürgerinnen und Bürger sein“, sagt Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, in ihrem Redebeitrag. „Mit dem Erweiterungsprojekt zeigt die Stadt Frankfurt einmal mehr, dass Kultur für sie ein Gut ist, zu dem sie sich bekennt – und zwar nicht nur in Worten, sondern in Taten. Dass das neue Städel von Tag zu Tag deutlicher Gestalt annimmt, ist ein wunderbares Zeichen dafür“, so die Oberbürgermeisterin.

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„Die hohen Erwartungen an die Ästhetik und Einmaligkeit des Erweiterungsbaus stellen zusammen mit dem hohen technischen Schwierigkeitsgrad und den komplexen konservatorischen Vorgaben eine große Herausforderung bei der Planung dar“, erläutert Prof. Michael Schumacher, einer der beiden Partner des Architekturbüros schneider+schumacher, in seiner Festrede.

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Abschließend sprach Uwe Nothaft, Oberpolier bei der Ed. Züblin AG, den traditionellen Richtspruch, den alle, die das Richtfest verpasst haben, hier auf unserem Blog nachlesen können:

Mit Gunst und Verlaub!
Die Feierstunde hat geschlagen,
es ruht die geübte Hand.
Nach harten, arbeitsreichen Tagen

Grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.
Ein schöner Werk ist uns gelungen,
Gar stattlich steht das Bauwerk da,
so frei und leicht und ungezwungen,
wie besser ich es nirgends sah!

Ein solches werk kann nur geschehen,
wenn jeder brav an seiner Stelle
und alle fest zusammenstehen.

Stolz und froh ist jeder heute,
der tüchtig mit am werk gebaut.
Es waren wackere Handwerksleute,
die fest auf ihre Kunst vertraut.

Wir bitten Gott, der in Gefahren
Uns allezeit so treu bewahrt,
er möge das Städel hier bewahren
vor Not und Schaden aller Art.

Nun nehme ich froh das Glas zur Hand,
gefüllt mit Wein bis an den Rand,
und mit gutem Saft der Reben
will jedermann die Ehr´ ich geben,
wie sich` s nach alten brauch gebührt,
wenn so ein Bau ist ausgeführt.

Der erste Schluck der Bauherrschaft,
Hoch soll sie Leben.
Den zweiten Schluck dem Architekten
Hoch soll er Leben.

Nun braucht man zu allen Zeiten
Nicht nur Kopf, nein auch die Hand.
Drum noch ein Lob den Mauren und Zimmerleuten,
durch deren Kraft der Bau erstand.

Nun ist das Glas wohl ausgeleert
und weiter für mich nichts mehr wert,
drum werfe ich es zum Boden nieder
zerschmettert braucht es keiner wieder,
doch Scherben bedeuten Glück und Segen
dem Museum auf allen Wegen.

Gott schütze dieses neue Museum
und alle, die da gehen ein und aus.
Der Richtspruch ist nun hier zu Ende,
man reiche uns jetzt Essen und Getränk.

Richtfest_7

Danach ging es für alle zum wohlverdienten Richtschmaus. Die gute Laune ließ dabei auch die Tatsache vergessen, dass es im Rohbau noch keine Heizung gibt.

Dorothea Apovnik und Axel Braun, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Bauabteilung auf Zeit: Die Projektsteuerer für das Städel Museum

17.10.2010

Täglich sind bis zu 150 Menschen auf der Städel-Baustelle beschäftigt. Damit die Prozesse reibungslos ablaufen und alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten, ist Drees & Sommer im Hintergrund als Projektsteuerer tätig. Doch was ist die Aufgabe der Projektmanager bei einem solchen komplexen Bauvorhaben?

Im Allgemeinen unterstützt das Drees & Sommer-Team die Administration und Direktion des Städel bei der Wahrnehmung ihrer Bauherrenaufgaben – quasi als eine „Bauabteilung auf Zeit“. Die beiden Projektmanager Corinna Stephan und Andreas Seuß sind beispielsweise für die Definition von Schnittstellen und Zuständigkeiten verantwortlich – sowohl im organisatorischen Bereich als auch bautechnisch. „Somit weiß jeder Beteiligte, wo seine Aufgaben liegen und wie diese abgewickelt werden. Das ist die Voraussetzung für optimale Prozesse und letztendlich auch für den Erfolg eines jeden Bauprojekts“, sagt Corinna Stephan. Darüber hinaus sind die Projektsteuerer für die Überwachung der Kosten zuständig und stellen durch laufende Kontrollen bei Vergaben und Abrechnungen sicher, dass das fixe Budget für die Errichtung des Erweiterungsbaus und die Sanierung des Altbaus nicht überschritten wird. Die professionelle Abwicklung der Vergabe- und Ausschreibungsverfahren, das Vertragsmanagement für Planungs- und Bauleistungen gehören zu den weiteren Aufgaben der Projektsteuerer. Damit sind sie überwachende Instanz, Berater und Moderatoren zwischen allen Beteiligten.

Die Projektmanager Corinna Stephan und Andreas Seuß besprechen die nächsten Schritte

Die Projektmanager Corinna Stephan und Andreas Seuß besprechen die nächsten Schritte

Die beiden Projektmanager wissen: Die Erweiterung und Sanierung des Städel Museums ist ein Projekt mit vielen Besonderheiten. Die Anforderungen an den Bau sind komplex und die Rahmenbedingungen, unter denen gebaut wird, eine Herausforderung. „Hier ist Flexibilität gefragt“, sagt die Projektmanagerin. „Während der Bauarbeiten läuft der Museumsbetrieb eingeschränkt weiter, dabei gelten höchste Sicherheitsanforderungen.“ So wurde neben dem zügig voranschreitenden Neubau in den Wintermonaten die große Sonderausstellung „Botticelli“ im Städel Museum präsentiert. Auch die Verwaltung des Städel sowie die Städelschule arbeiten weiterhin vor Ort und das „Holbein’s“ hat wie gewohnt geöffnet.

„Die unmittelbare Nähe der Gebäudeteile zueinander macht das Projekt zu einer anspruchsvollen und gleichzeitig spannenden Aufgabe“, so Corinna Stephan. Und was dabei besonders wichtig ist: Die Projektsteuerer behalten gemeinsam mit den Architekten und Planern die enge Zeitschiene stets im Blick. Denn schließlich soll das Städel Museum den Frankfurter Bürgern im Herbst 2011 samt Erweiterungsbau wieder vollständig zur Verfügung stehen.

Simone Deitmer, Drees & Sommer

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Vierter Teil der Serie zur Baugeschichte des Städel Museums: Wiederaufbau in den 1960er-Jahren

30.07.2010

In den ersten Teilen der Serie konnten Sie den Weg des Städel Museums vom Roßmarkt an den Main verfolgen – bis hin zum Bau des ersten Erweiterungsbaus, dem Gartenflügel. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude des Städel Museums stark zerstört. Den Wiederaufbau in den 1960er-Jahren und die damit einhergehenden architektonischen Veränderungen stellen wir Ihnen heute vor.

Die Zerstörungen am westlichen Seitenteil des Sommer-Baus.

Die Zerstörungen am westlichen Seitenteil des Sommer-Baus.

Bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde der 1878 erbaute Mainflügel stark zerstört. Auf den Eckbauten errichtete Flaktürme sollten das Gebäude besonders  schützen, dennoch wurde es schwer beschädigt, einige Teile wurden völlig zerstört. Das Ausmaß der Beschädigungen zeigen die historischen Aufnahmen.

Ein Bombentreffer im Mittelbau des Städel beschädigte das Gebäude so stark, dass das Treppenhaus nicht wieder in der alten Form aufgebaut werden konnte.

Ein Bombentreffer im Mittelbau des Städel beschädigte das Gebäude so stark, dass das Treppenhaus nicht wieder in der alten Form aufgebaut werden konnte.


Architektonische Veränderungen beim Wiederaufbau des Museums

Das wieder aufgebaute Städel: rechts der Eckrisalit von Johannes Krahn.

Das wieder aufgebaute Städel: rechts der Eckrisalit von Johannes Krahn.

In mehreren Etappen wurde das Museum in den 1960er-Jahren wieder aufgebaut. Der nur leicht beschädigten Gartenflügel wurde in Abschnitten wieder nutzbar gemacht. Der Bau von Oskar Sommer, der Mainflügel, wurde bis 1963 unter der architektonischen Leitung des Frankfurter Architekten Johannes Krahn wieder aufgebaut und um einzelne Bauteile ergänzt. Der gesamte Altbau wurde wiederhergestellt, Seitenteile und das Haupttreppenhaus – im Krieg völlig zerstört – wurden im Stil der Zeit ergänzt. Auch Änderungen und Verbesserungen an der Raumaufteilung und der Lichtführung wurden vorgenommen. Die auffälligste Veränderung stellen jedoch die Eckrisalite dar. Krahn schuf an dieser Stelle sandsteinverkleidete Kuben mit kaum sichtbaren Sichtschlitzen, die sowohl dem Schlichtheitsideal seiner Zeit und zugleich dem bürgerlichen Repräsentationsansprüchen des Sommer-Baus entsprachen.

Bis zum 150. Todestages des Stifters Johann Friedrich Städel am 2. Dezember 1966 wurde der bereits provisorisch hergerichtete Gartenflügel sorgfältig renoviert und umgebaut. Damit waren die Wiederaufbau-Arbeiten abgeschlossen. Die Wiedereröffnung wurde mit einer bedeutenden Ausstellung begangen, die dem berühmten Frankfurter Barockmaler Adam Elsheimer gewidmet war. Anlass gab die bleibende Zusammenführung von in der ganzen Welt verstreuten Einzeltafeln des zentralen Werkes Elsheimers, des sogenannten Kreuzaltares, für die Museumssammlung.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Erste Elemente für die Deckenschale erreichten das Städel per Schiff

07.07.2010

Gestern Abend wurden rund 50 Elemente für die Deckenschale des Erweiterungsbaus per Schiff angeliefert. Diesen spannenden Moment haben wir für Sie mit der Kamera begleitet.

Ankunft am Schaumainkai

Ankunft am Schaumainkai

Für die Erstellung des ersten Abschnitts der markanten Deckenschale des Städel-Erweiterungsbaus wurden am Dienstagabend 47 Schalungselemente mit einer Größe von je 3,70 m x 3,70 m und einem Gewicht von je 500 kg angeliefert. Doch nicht nur die Anzahl und die Ausmaße der einzelnen Elemente sind dabei beeindruckend, vor allem der Transport war aufsehenerregend: Die Schalungskörper wurden vom Produktionsort Hannover per Schiff angeliefert.

Die ersten Schalungselemente werden abgeladen.

Die ersten Schalungselemente werden abgeladen.


Aufladen zum Weitertransport auf die Baustelle.

Aufladen zum Weitertransport auf die Baustelle.


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Das Schiff legte gegen 19.30 Uhr am Mainufer unmittelbar vor dem Städel Museum an. Mit Hilfe eines auf einem Schwimmponton montierten Krans wurden die Elemente ab 20 Uhr auf bereitstehende Anhänger geladen, um die Schalungselemente vom Ufer über die Dürerstraße zur Städel-Baustelle zu transportierten.

Ankunft an der Baustelle

Ankunft an der Baustelle

Die dreidimensional gefrästen und polyurethanbeschichteten Schalungskörper aus glasfaserverstärktem Kunststoff wurden eigens für den Städel-Erweiterungsbau angefertigt. Mit diesen Schalungselementen wird der erste von fünf Abschnitten der Deckenschale gegossen.

Schaltische für das Aufsetzen der Schalungselemente.

Schaltische für das Aufsetzen der Schalungselemente.


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Die Elemente werden zunächst auf Schaltische aufgesetzt. Danach wird die Bewehrung (Baustahlgitter) in der durch den Schalungskörper vorgegebenen Form erstellt. Im Anschluss daran wird Beton auf die Fläche gegossen. Nach der Aushärtungszeit werden die Schaltische und die Schalungselemente entfernt und zum Gießen des nächsten Abschnitts verwendet.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Aktuelles von der Städel-Baustelle

05.07.2010

Zuletzt konnten Sie sich beim großen Stiefeltag am 8. Mai einen Eindruck vom Baufortschritt verschaffen. Die Arbeiten am Rohbau sind seitdem zügig voran gegangen, was die aktuellen Aufnahmen von der Baustelle anschaulich zeigen.

Blick über das gesamte Baufeld mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Blick über das gesamte Baufeld mit dem Gartenflügel im Hintergrund.

Bereits Anfang Mai wurde der erste Abschnitt der Bodenplatte entlang des Ausstellungshauses gegossen. Dieser Teil der Platte konnte zum Stiefeltag am 8. Mai von den Besuchern erstmals begangen werden.

Artikel_Städel-Baustelle_ Juni_5

Im Anschluss wurden in diesem Bereich in den vergangenen Wochen die Außenwände sowie die Zwischenwände erstellt. Letztere trennen den Umlauf für die Versorgungs- und Fluchtwege von den Ausstellungsräumen.

Artikel_Städel-Baustelle_ Juni_1

Parallel zur Erstellung der Wände im ersten Abschnitt wurde entlang des Gebäudes der Städelschule der nächste Abschnitt der Bodenplatte gegossen. Aktuell ist damit gut die Hälfte der gesamten Bodenplatte fertig gestellt. Auch die Errichtung der Außenwände und der Zwischenwand für den Umlauf ist in diesem Bereich in vollem Gange.

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Wegen der hohen Nutzungsanforderung der Räume des Erweiterungsbaus wird die sogenannte „weiße Wanne“ (wasserundurchlässiges Bauwerk) zusätzlich durch eine außen liegende Spezialfolie sowie im Bereich der Pfahlköpfe durch angeordnete Betonitmatten abgedichtet.

Aufnahme der Unterfangungsarbeiten des Fundamentes und der Horizontalaussteifungen im Altbau vom 9. Juni 2010.

Aufnahme der Unterfangungsarbeiten des Fundamentes und der Horizontalaussteifungen im Altbau vom 9. Juni 2010.

Der Gartenflügel wird in den Planungen mit großer Sorgfalt in das neue Tragsystem eingebunden. Über den Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Bau wird der Erweiterungsbau erschlossen und angebunden werden. Da die Fundamentsohle des neuen Anbaus tiefer liegt, als die des Altbaus, muss das Fundament des historischen Baus unterfangen werden. Zunächst wurden im März die Decken des Metzler-Saals im Gartenflügel und des davor liegenden Alten Foyers entfernt. Für die Unterstützung und Sicherung des Gebäudes werden mittels Hochdruckinjektion präzise ins Erdreich eingeschnittene Wände und Kleinbohrpfähle erstellt. Die Arbeiten zum Unterfangen des Fundaments werden Ende September abgeschlossen sein.

Die vorhandene historische Bausubstanz wird während der Bauzeit mit einer zusätzlichen temporären Stahlkonstruktion versteift und abgefangen, damit die Räume, die den Altbau mit dem Erweiterungsbau verbinden werden, errichtet werden können.

Bereits in dieser Woche wird der erste von vier Teilen der geschwungenen Deckenschale im Bereich entlang des Ausstellungshauses auf ein Hilfsgerüst aufgesetzt. Über diesen spannenden Moment werden wir natürlich auch hier im Blog berichten.

Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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