Das Cello-Klavier-Duo spielt das neue Städel

02.09.2009

Gestern fand ein großes Benefizkonzert im Rahmen des Diskussionskreises Taunus e.V. für das neue Städel statt. Im Hause Heuer spielten Cellist Daniel Hoffmann und Pianist Andreas Schulz.

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Daniel Hoffmann und Andreas Schulz

Über 100 Gäste folgten der Einladung von Susanne und Carl-Heinz Heuer zu einem Benefiz-Konzert mit dem Cellisten Daniel Hoffmann und dem Pianisten Andreas Schulz. Die beiden jungen Musiker (Jahrgang 1988 und 1982) erzielten bereits Preise auf Bundesebene und treten regelmäßig auf internationalen Konzertreisen als Solisten auf. Auf dem Programm im Hause Heuer, dass für diesen Anlass mit einigem Aufwand geräumt werden musste, um den zahlreichen Gästen Platz zu bieten, standen Werke von Françoir Francoeur, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Gioachino Rossini und César Franck. Die Musiker begeisterten das Publikum durch ihre sensible wie auch energievolle Interpretation und durften die Bühne erst nach einigen Zugaben verlassen.


Neuer Dresscode

Bei den Zugaben sorgte das Duo nicht nur durch Virtuosität für Furore, sondern auch durch sein außergewöhnliches Outfit: beide Musiker traten in gelben Gummistiefeln auf. Chopin und Popper spielend erweckten sie den Eindruck, als wären Gummistiefel der gängige Dresscode im klassischen Musikbetrieb.

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Zur Zugabe wurde das Schuhwerk getauscht

 

Spenden-Topf für das Städel

Bei Wasser und Wein und – von vielen Helfern gereichten – Leckereien konnten sich die Gäste über das Städel-Projekt austauschen und den extra eingerichteten Spenden-Topf befüllen. Der Erlös des Abends kommt zur Gänze der Städel-Erweiterung zugute.

Das Ehepaar Heuer, die Veranstalter des Benefiz-Konzerts (v.l.), und Gäste

Das Ehepaar Heuer, die Veranstalter des Benefiz-Konzerts (v.l.), und Gäste

Dank der großartigen Initiative der Gastgeber, die dieses Benefiz-Konzert ins Leben gerufen haben und nicht müde wurden, die Gäste zum Spenden zu animieren, hat dieser Abend par excellence gezeigt, was bürgerschaftliches Engagement bedeutet und wie sehr sich die Bürger dieser Region für das Städel engagieren. Vielen Dank!

Inka Drögemüller, Leiterin Marketing/Externe Partner

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Transport eines kunstgeschichtlichen Schwergewichts

02.09.2009

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6,4 Meter lang, 3,5 Meter hoch und knapp eine Tonne schwer: Anselm Kiefers gewichtiges Werk „Heereszüge Alexanders des Großen“ (1987/88) wurde aufgrund der anstehenden Bauarbeiten für den Erweiterungsbau soeben von der Wand des Metzler-Saals abgenommen. Eine 8-köpfige Spezialabteilung der Transportfirma Schenker war in enger Zusammenarbeit mit der Restaurierungsabteilung und dem Ausstellungsdienst des Städel Museums zwei Tage beschäftigt, um das Werk fachgerecht und sicher in unsere Gemäldedepots zu bringen. Hier wird es bis zu seinem großen Comeback zur Eröffnung des neuen Städel zwischengelagert.

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Das aus massiven Bleibahnen bestehende dreiteilige Werk musste hierfür zuerst in einem Stück von der Wand genommen werden. Denn so robust das Gesamtwerk auch erscheint, so fragil ist dessen mit Kreidezeichnungen und Fotocollagen versehene Oberfläche. Bei dieser höchst komplizierten Aufgabe kamen fünf Stapler bzw. Schwerlasthubwagen zum Einsatz.


Abtransport aus dem Metzler-Saal

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Erst nachdem das Bild von der Wand genommen wurde, konnte es – noch in der Luft hängend – mit einem Transportrahmen umfasst werden. Von dieser Behausung umgeben, wurde es im nächsten Schritt auf dem Boden des Saals abgesetzt. Um eine mögliche Schieflage des Werks zu verhindern, mussten die Stapler vollkommen synchron bewegt werden – ein Balanceakt sondergleichen.

Dass die Ausgangstüren im Metzler-Saal für das Transportieren von derartigen Bildformaten nicht geeignet sind, versteht sich von selbst. Erst nachdem eine der Türen ausgebaut wurde, konnte das Werk zentimeterweise in Richtung des Städel-Gartens verrückt werden. Draußen angelangt wurde es vom ausgefahrenen Greifarm eines Lastenkrans erfasst und an Schwerlastgurten befestigt durch den Garten transportiert. Vom Lastenaufzug des Ausstellungshauses gelangte das Bild schließlich unversehrt ins Zwischenlager.

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Anselm Kiefers „Heereszüge Alexanders des Großen“

Im Format eines klassischen Historienbildes angelegt, erinnert das Werk „Heereszüge Alexanders des Großen“ an den mazedonischen König, der im 3. Jahrhundert v. Chr. das Perserreich eroberte. Ritzungen und willkürliche Einflüsse auf der Bleioberfläche schaffen ein dichtes Netz von Bezügen und Assoziationen, mit denen sich Kiefer jedoch vom narrativen Aufbau eines Historienbildes entfernt. Vielmehr materialisiert sich im Blei, das Kiefer ab 1982 verwendet, die Schwere und Undurchdringlichkeit der verflossenen Weltgeschichte.

Stephan Knobloch, Leiter der Werkstatt für Gemälderestaurierung


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