Erste Elemente für die Deckenschale erreichten das Städel per Schiff
07.07.2010
Gestern Abend wurden rund 50 Elemente für die Deckenschale des Erweiterungsbaus per Schiff angeliefert. Diesen spannenden Moment haben wir für Sie mit der Kamera begleitet.
Für die Erstellung des ersten Abschnitts der markanten Deckenschale des Städel-Erweiterungsbaus wurden am Dienstagabend 47 Schalungselemente mit einer Größe von je 3,70 m x 3,70 m und einem Gewicht von je 500 kg angeliefert. Doch nicht nur die Anzahl und die Ausmaße der einzelnen Elemente sind dabei beeindruckend, vor allem der Transport war aufsehenerregend: Die Schalungskörper wurden vom Produktionsort Hannover per Schiff angeliefert.
Das Schiff legte gegen 19.30 Uhr am Mainufer unmittelbar vor dem Städel Museum an. Mit Hilfe eines auf einem Schwimmponton montierten Krans wurden die Elemente ab 20 Uhr auf bereitstehende Anhänger geladen, um die Schalungselemente vom Ufer über die Dürerstraße zur Städel-Baustelle zu transportierten.
Die dreidimensional gefrästen und polyurethanbeschichteten Schalungskörper aus glasfaserverstärktem Kunststoff wurden eigens für den Städel-Erweiterungsbau angefertigt. Mit diesen Schalungselementen wird der erste von fünf Abschnitten der Deckenschale gegossen.
Die Elemente werden zunächst auf Schaltische aufgesetzt. Danach wird die Bewehrung (Baustahlgitter) in der durch den Schalungskörper vorgegebenen Form erstellt. Im Anschluss daran wird Beton auf die Fläche gegossen. Nach der Aushärtungszeit werden die Schaltische und die Schalungselemente entfernt und zum Gießen des nächsten Abschnitts verwendet.
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit











Ich bin der Ehemann Ihres Mitglieds Doris Wedekind und der Vater Ihres Mitglieds Dr. Silke Wedekind. Ich lernte meine Frau 1958 bei gemeinsamer Tätigkeit in der Firma Philipp Holzmann AG kennen.
Ich war fast 40 Jahre als Dipl. Ing. in einem Schalungsbetrieb der Firma tätig und kenn aus eigener Erfahrung die Probleme des Transports großer Betonformen. Wir verschifften einige Jahre lang entsprechende Konstruktionen nach Saudi Arabien. Wir haben auch in kleinerem Umfang mit glasfaserverstärktem Kunststoff gearbeitet.
Die Vorrede erklärt mein Interesse an zwei Fragen:
1.) Konnte der Schiffstransport von Hannover über Kanäle erfolgen oder ging es nur über die Nordsee?
2.) Was versteht man unter dem Fachausdruck “dreidimensional gefräste Schalungskörper”? Wurde der Kunststoff gefräst?
Mit freundlichem Gruß
Hans-Hermann Wedekind
Lieber Herr Wedekind,
vielen Dank für Ihren fachkundigen Kommentar und Ihr Interesse an der Anlieferung der Schalungskörper!
Der Schiffstransport von Hannover erfolgte über Kanäle. Und zu Ihrer zweiten Frage: Zunächst wurde am Computer ein 3D-Modell erstellt, das dann in eine CAD-Fräse eingelesen wurde. Die Fräse erstellt daraus dann wieder ein 3D-Bild und fräst den Schalungskörper aus einer großen Kunststoffplatte.
Wenn Sie noch weitere Detailfragen haben, melden Sie sich jederzeit gerne.
Herzliche Grüße
Ihr Städel-Team
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